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Programmvorstellung der Venedig-Biennale im Monopol-Magazin

„Wir durchleben eine Art Zeitalter der Angst“

In gut zwei Monaten beginnt mit der Biennale von Venedig eine der weltweit renommiertesten Kunstausstellungen. In München stellten der Kurator Okwui Enwezor und der Biennale-Präsident heute ihr Programm vor.

Okwui Enwezor, der Leiter des Münchner Hauses der Kunst, stellte am Freitag, den 6. März 2015 das Programm für die diesjährige Biennale von Venedig vor (Foto: dpa)

Okwui Enwezor, der Leiter des Münchner Hauses der Kunst, stellte am Freitag, den 6. März 2015 das Programm für die diesjährige Biennale von Venedig vor (Foto: dpa)

München (dpa) – Die Kunstbiennale von Venedig präsentiert in diesem Jahr Arbeiten von 136 Künstlern aus 53 Ländern. 88 von ihnen sind zum ersten Mal dabei, wie Biennale-Präsident Paolo Baratta am Freitag in München bei der Vorstellung des Programmes sagte. Die Länder, die ihr Biennale-Debüt geben, sind Grenada, Mauritius, die Mongolei, Mosambik und die Seychellen.

Im 120. Jahr ihres Bestehens trägt die Biennale den Titel „All the World’s Futures“. „Heute erscheint uns die Welt voll schwerer Brüche und Wunden, starker Ungleichheiten und Unsicherheiten“, sagte Baratta. „Wir durchleben eine Art Zeitalter der Angst.“ weiterlesen

 

Vermittlung aktueller Kunst: Biennale Venedig | DIY Biennale Venezia (Do it yourself)

Sommersemester 2015
64125 Vermittlung aktueller Kunst: Biennale Venedig
64127 DIY Biennale Venezia (Do it yourself)
2 SWS

Tutoren:
Nikolas Klemme
Louisa Genova

14.4.15, 28.4.15, 12.5.15, 9.6.15
22.-25.6.15: Venedig
7.7.15

Im Sommer 2015 findet in Venedig die Biennale als eine weltweit wahrgenommene Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. Die Lehrveranstaltung bereitet intensiv auf den Besuch der Ausstellung im Rahmen einer 3-tägigen Exkursion vor. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der kunstpädagogischen Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, die entlang aktueller kunstpädagogischer Positionen entwickelt und bearbeitet werden sollen.

Ablauf

1. 14.4.15 Einführung: Timing, Setting, Arbeitsgruppen, Erster Einstieg
2. 28.4.15 Johannes Hedinger: Vorbereitung DIY, PechaKucha-Vorträge über Künstler: Vivienne Hampf: Rosa Barba, Tina Dahlhaus: Abu Bakarr Mansary, Sophie Wegener: Coco Fusco, Jana Breuer: Inji Efflatoun, Samatha Piechaczek: Andreas Gursky
3. 12.5.15 PechaKucha-Vorträge über Künstler: Samatha Piechaczek: Andreas Gursky, Josephine Woltz: Carsten Höller, Jana Spindler: Maria Eichhorn, Lina Pauli: Chiharu Shiota, Lea Overhage: Ernesto Ballesteros, Luisa Antes: Katharina Grosse, Regina Pilz: Olaf Nicolai
(26.5.15 Pfingstfrei)
4. 9.6.15 PechaKucha-Vorträge über Künstler: Lara Schäffer: Wangechi Mutu, Lisa Lasar: Dora Garcia, Johanna Kasper: Sarah Lucas; Referate Vermittlung: Lina Weber Methoden (Manifesta), Bengisu Yildrim/Marlene Happ Shift: Wie kommt die Kunst in die Schule?, Eva Hegge What’s Next 2: Curatorial Turn
5. 22.-25.6.15 Exkursion (s.u.)
6. 7.7.15 Nachbesprechung, Abschluss, Resümee, Referate Vermittlung: Eva Zukunft Shift: Kunst in der Pädagogik – oder kann man nicht auch Design machen?, Carla Kluth Methode Mandy

ZEITPLAN in VENEDIG 22.6. – 25.6.2015

  • Montag 22.6.
    Abends Ankunft
  • Dienstag 23.6.
    9:30 Treffen Eingang Giardini
    Freie Besichtigung Giardini
    15:00 Vorstellung skizzenhafter Beispiel-Arbeiten, evtl. anschließend Besprechung
    18:00 Treffen am Eingang, Programm für nächsten Tag & Seminarbesprechung Vermittlung aktueller Kunst
  • Mittwoch 24.6.
    9:30 Treffen Eingang Arsenale
    Do it yourself Biennale
    10:00-13:00 Besichtigung und Auswahl der Arbeit DIY
    13:00 Meldung: Auswahl der Arbeit DIY
    13:00-15:00 DIY Vorbereitung, Reaktion
    15:00 Rundgang: Vorstellung (skizzenhafter) Arbeiten je 10-15 min
    18:00-21:00 Frei
    21:00 Nachtessen an der Piazza Santa Margerita
  • Donnerstag 25.6.
    10:00 Treffen: optional zweiter Teil des Rundgangs oder Wahlprogramm: Besuch von Parallelevents

Kontakt TutorInnen:
Louisa Genova
Nikolas Klemme

Zur Vorbereitung siehe:

News – http://www.labiennale.org/en/art/news/
Künstlerliste – http://www.labiennale.org/en/art/exhibition/artists/

Für den Erwerb von 3 Creditpoints bzw eines Teilnahmenachweises für die Examensstudiengänge (nach Studienordnung von 2007) ist aktive und forschende Mitarbeit am Seminar erforderlich.

Verbindlichen Anmeldung per mail erforderlich.

Alle weiteren Infos zu Seminar und Exkursion (im Laufe des Semesters)

Berlin Biennale: Unzeitgemässe Gegenwart


„Die jeweiligen Kuratoren können ziemlich frei entscheiden“, sagt Juan Gaitán über seine Tätigkeit als Kurator der 8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, die im Mai 2014 beginnt. art sprach mit dem kanadisch-kolumbianischen Kunstexperten über seine Pläne für Berlin.
// INTERVIEW: KITO NEDO [weiterlesen im online art magazin]

Moving Images – Video und Kunst

Sommersemester 2013, Dozent: Martin Brand
Bewegte Bilder sind mit ihren unterschiedlichsten medialen Erscheinungsformen ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens und unserer Umwelt geworden. So sind auch die Arbeiten der Medien- und Videokunst zumindest seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr aus dem Ausstellungsbetrieb wegzudenken. Dabei unterscheidet sich die Art, wie Künstler mit bewegten Bildern umgehen häufig radikal von den Verfahren der Massenmedien.
Das Seminar hat zunächst einige technische Grundlagen von Kamerabedienung und Videoschnitt vermittelt, anschließend haben wir auf experimentelle Weise verschiedene Strategien von künstlerischen Videoproduktionen ausgelotet. Hier zeigen wir nun einige der Seminarergebnisse.


Zu den Videos

Rätsel aus Kunst und Wissenschaft

Am Samstag eröffnet in Kassel die 13. Ausgabe der Weltkunstausstellung Documenta. Ein erster Rundgang durch das Fridericianum, in dem die künstlerischere Leiterin, Carolyn Christov-Bakargiev, dem Besucher schon mal viel abverlangt
von Daniel Völzke 07.06.2012

Fridericianum, Foto: Nils Klinger

„Liebe Carolyn, ich schreibe Dir mit einem schlechten Gewissen, denn ich habe das Gefühl, Du könntest denken, ich hätte Dich betrogen.“ Man kann nicht sagen, der Künstler Kai Althoff habe es sich besonders leicht gemacht, als er seine Teilnahme an der Documenta (13) abgesagte: Auf mehreren handbeschriebenen Seiten legt er der künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev dar, warum er ihre Einladung nicht annehmen kann. Er habe grundsätzlich keine Ahnung, wie es weitergehen soll in seinem Leben, und überhaupt habe er für 2012 schon viel zu viel zugesagt. Skepsis, Verweigerung, Scheitern und die Ablehnung von Möglichkeiten wird man auf dieser Documenta häufig begegnen. „Es geht darum, Zweifel zu säen, Sicherheiten in Frage zu stellen“, sagt Christov-Bakargiev.

Der Brief von Kai Althoff liegt in einer Vitrine ausgebreitet, die Vitrine steht in einem großen, ansonsten leeren Raum im Fridericianum, dem Austragungsort der Ur-Documenta von 1955. Es ist das Erste, was man sieht, wenn man den Rundgang durch die Kunsthalle beginnt. Ein Statement. Umweht wird diese Ansage von der Luft dieses alten Ausstellungshauses, die durch eine Windmaschine des Künstlers Ryan Gander bewegt wird. Das Luftige, das Vage, das Unfassbare in den Interviews mit der Kuratorin wurde im Vorfeld zur Documenta (13) kritisiert. Hier wird es zur Ausstellung – und behauptet tatsächlich eine eigene Schönheit.

Zur Perfektion wird diese gesteigert durch ein Lied aus dem Nachbarraum: die Soundarbeit „Til I get it Right“ von Ceal Floyer.
[Weiterlesen bei http://www.monopol-magazin.de/]