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Einführung in die Kunstpädagogik WiSe 15/16

Prof. Dr. Torsten Meyer

Wintersemester 15/16
14676.0059 Einführung in die Kunstpädagogik
Sem. 2 SWS, 25 T
Di. 10:00-11:30, R 2.212
M II 1, M III 3, M V 2
BA: Modul 4a, b, c, d

Tutorium: Vivienne Hampf

Inhalt
Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die historischen Entwicklungen und aktuellen Positionen der Kunstpädagogik und thematisiert Brennpunkte der gegenwärtigen Fachdiskussion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zusammenhänge von Kunst, Darstellungstechnologien und Bildung gedacht wurden, werden und gedacht werden könnten.
Für den Erwerb von 3 Creditpoints ist aktive, forschende Mitarbeit am Seminar erforderlich.
Die parallele Teilnahme an der Veranstaltung zur Portfolio-Arbeit im Modul 4 ist für die Vorbereitung auf die Modulabschlussprüfung dringend empfohlen.

Ablaufplan
(mehr oder weniger) Chronologischer Durchgang durch die Geschichte der Kunstpädagogik, beginnend bei Platon, endend bei aktuellen Positionen:

20.10.15 Einführung: Timing, Setting, Arbeitsgruppen
Erster Einstieg: Mediologischer Überblick Kulturgeschichte
27.10.15 Mediologischer Überblick Kulturgeschichte II
03.11.15 Das Angebot der Kunstpädagogik
Vorstellung Fachzeitschriften, Publikationsreihen etc., wiss. Arbeiten in der Kunstpädagogik
10.11.15 Augen, Blicke, Perspektiven & AG0: Kinderzeichnung (Jakob Sponholz)
17.11.15 AG1: Antike, Mittelalter, Renaissance, Neuzeit, Aufklärung (Theresa Lilian Mai und Antonia Hayer)
24.11.15 AG2: Romantik, klass. Moderne, NS-Zeit (Hannah Spelmeyer, Irena Bortnik und Julia Kohlhaas)
01.12.15 AG3: Re-Education, 1968 ff (Pia Clara Tönnesmann und Jennifer Weber)
08.12.15 Sondertermin: Hearing Professur für „Ästhetische Bildung“, 9:50 in R 18 im Dekanatsflur (hinter der Pförtnerloge Haupteingang)
15.12.15 AG4: Reenactment Podiumsdiskussion: Musische Bildung, Visuelle Kommunikation, Ästhetische Erziehung (Hanna Beuel, Valerie Kahlert, Lara Schäffer und Tanja Böhnke)
12.01.16 AG5: 21. Jahrhundert: Auf der Höhe der Zeit und darüber hinaus: Documenta13, Buko12, Buko15 (Linda Zwiener, Didar Aras und Amelie Wiese)
19.01.16: AG6: Reenactment Podiumsdiskussion: Aktuelle Kunstpädagogische Positionen (Carolina Tutt, Simone Gallus, Leonie Schütte, Anna Lena Sosinka und Nura Afnan-Samandari)
26.01.16 Next Art Education
02.02.16 Best Presentation Award, Abschluss, Resümee

(Studentische Beiträge werden mindestens 14 Tage vor dem Termin in der Sprechstunde vorbesprochen)

Abgabe der schriftlichen Ausarbeitungen für das gemeinsame Buch: 30.3.2016.

Studentische Mitarbeit
Für den Erwerb eines Teilnahmenachweises (TN bzw. 3 CPs) ist aktive, forschende Mitarbeit am Seminar erforderlich.

  • Ca. 2-3 Personen (je nach Gesamtgröße des Seminars) bilden eine Forschergruppe, die selbstständig eine Sitzung des Seminars gestaltet. Die Vortrags- und Präsentationszeit darf dabei 45 Min. auf keinen Fall überschreiten.
  • Für die Reenactments der Podiumsdiskussionen arbeiten 3-6 Personen (im engen Austausch mit den 2 jeweils vorgehenden Gruppen) eng zusammen und inszenieren mit verteilten Rollen eine Podiumsdiskussion zwischen historischen/aktuellen Fachvertretern. Jede/r Fachvertreter/in hält ein kurzes (authentisches) Eingangsstatement und nimmt dann an der Diskussion teil, die ein/e Moderator/in struktiert.
  • Auf Basis der vorgeschlagenen (und ergänzend selbst gefundener) Literatur erforscht die Gruppe selbständig jeweils eine Epoche entlang folgender Leitfragen:
    1. Was wurde in jener Zeit unter „Kunst“ verstanden? Welchen Status hatte Kunst? (Beispiele aus der Kunst-/Kultur-/Mediengeschichte)
    2. Welches Bild hatte man von einem Künstler? (war er/sie eher Handwerker, Forscher, Genie, …) Welches Bild hatte man vom „Menschen“?
    3. Wie war das Verhältnis von „freier“ Kunst zur Gestaltungstechnik/Design, visueller Informations- und Kommunikationstechnologie?
    4. Was lässt sich über die Zusammenhänge von Medientechnologien, Selbstbild des Menschen, Kultur und Politik sagen?
    5. Wie war das Bildungssystem strukturiert? (Wer ging zur Schule? Gab es „Schule“?)
    6. Wie funktionierte Unterricht, wie Schule? An wen richteten sich die Bildungsangebote?
    7. Was waren die maßgeblichen Theorien (und Theoretiker) in Kunst, Pädagogik und Kunst-Pädagogik? Was erkennen Sie ggf aus Ihrem selbst erlebten Kunstunterricht wieder?
    8. Warum wurde die Beschäftigung mit Kunst/Bild/Visueller Kommunikation als bildend angesehen?
      (Die wichtigen Fragen sind hier die nach den Zusammenhängen von Kunst und Pädagogik!)
  • Jede Gruppe komponiert gemeinsam einen Beitrag zu einem Buch, das tatsächlich am Ende des Semesters gedruckt wird. Dabei soll jede Gruppe einen Beitrag in Form eines Textes leisten (ca. 12.000 Zeichen). Manuskripthinweise
  • Jeder Seminarteilnehmer erhält ein Exemplar des Buchs. Wenn es (von allen Beteiligten) gut gemacht ist, kann es als ständiger Begleiter des Studiums fungieren und bei späteren Prüfungen ganz wesentliche Dienste leisten.

 

Literatur

Wissenschaftliches Arbeiten

(Passwörter werden in der Veranstaltung verraten)

 

Fachzeitschriften Kunstpädagogik

Um einen Einblick in den aktuellen Diskurs der Kunstpädagogik zu bekommen und Anregungen für die eigene kunstpädagogische Auseinandersetzung und Praxis zu erlangen, lohnt sich ein Blick in die Fachzeitschriften der Kunstpädagogik. Hier finden Sie eine Auswahl der gängigen Zeitschriften:

Eine große Sammlung diverser Materialien und Fachartikel finden Sie unter www.kunstlinks.de

.mbr_monthly

Im Rahmen der Vortragsreihe .mbr_monthly werden in ungefähr regelmäßigen Abständen Wissenschaftler und Künstler eingeladen, die im Bereich der Verkoppelung von Kunst, Medien und Bildung tätig sind.

Studierende sind grundsätzlich eingeladen, an diesem Diskurs teilzuhaben. Bei nachgewiesener Teilnahme an 10 solcher Vortragsveranstaltungen und Abgabe einer schriftlichen Reflexion (Details in der Sprechstunde T. Meyer klären) können 3 CPs vergeben werden.

Einzeltermine in der Regel MI Nachmittag/Abend

Ohne KLIPS-Anmeldung. Individuelle Anmeldung via eMail: t.meyer@uni-koeln.de

Näheres: http://mbr.uni-koeln.de/kunst/tag/mbr-monthly/

Angebot im Sommersemester 2016

Es sei angemerkt, dass sich die Beiträge zum neuen Format “Saloon Arts Education” nur ausnahmsweise für Studierende des Studiengangs Intermedia eignen. Für Studierende des Unterrichtsfachs Kunst und des Lernbereichs Ästhetische Erziehung sind diese Veranstaltungen hingegen sehr geeignet.

  • 20.4.16, 16:00 (Kunstpädagogische Postionen, LIEBE2016) Karl-Josef Pazzini: Pornographie als Bilddidaktik
  • 27.4.16, 18:00 (Saloon Arts Education) Katharina Middendorf (Abtei-Gymnasium, Duisburg-Hamborn): Das Fach FODA [Forschen und Darstellen]
  • 4.5.16, 16:00 (Kunstpädagogische Postionen) Maria Acaso (Madrid)
  • 11.5.16, 18:00 (Saloon Arts Education) Claus Zirwes und Kalle Winter (Kunst- und Musiklehrer am Heinrich Mann Gymnasium Köln): Die Profilklasse MusikTheaterMedien
  • 25.5.16, 16:00 (Kunstpädagogische Postionen) Rudolf Preuss (Köln)
  • 1.6.16, 16:00 (Kunstpädagogische Postionen, LIEBE 2016) Juuso Tervo (Helsinki)
  • 8.6.16, 18:00 (Saloon Arts Education) Gesine Hopstein (Köln): Was heißt Reflektieren im Kunstunterricht?
  • 22.6.16, 18:00 (Saloon Arts Education) Lisa Zehetner (FFT Düsseldorf)
  • 29.6.16, 16:00 (Kunstpädagogische Postionen) Andreas Brenne (Osnabrück): „Künstlerische Forschung“ – Kunstpädagogik im Kontext der frühen und mittleren Kindheit
  • 13.7.16, 18:00 (Saloon Arts Education) Anne Hoffmann (Sonderpädagogin an der Heinrich-Haselmann Schule St. Augustin), Jane Eschment und Student_innen der Ästhetischen Erziehung und Kunst: Exchanging Expertisen: Fortbildungen als Synergie- und Vernetzungsmöglichkeit zwischen Schule und Hochschule.

Angebot im Wintersemester 2015/16

  • 28.10.15, 16:00 Julia Dick, Uni Köln: Die Erweiterung der Möglichkeiten
  • 4.11.15, 17:45 Peter Piller, HGB Leipzig
  • 18.11.15, 16:00 Sara Burkhardt, BURG Halle: Kommunikationsprozesse gestalten – Verknüpfungen herstellen – Kontexte schaffen. Mediale Übersetzungen in Kunst und Pädagogik
  • 2.12.15, 16:00 Heinrich Lüber, ZHdK Zürich, live in Zürich, Public Viewing in Köln
  • 9.12.15, Eröffnung des Labor für Kunst und Forschung / Mass Observation 2.0
  • 16.12.15, 16:00 Doris Schuhmacher-Chilla, Uni Köln: Anthropologische Kunsttheorie
  • 13.1.16, 16:00 Stephan Porombka, UDK Berlin, live in Köln, Public Viewing in Luzern, Netzwerkwoche Master Art Education an der HSLU D&K: Making Of
  • 27.1.16, 16:00 Ute Vorkoeper, Hamburg: Treffende Konstellationen. Oder: Die Kunst, (Kunst) nicht zu vermitteln.

Angebot im Sommersemester 2015

  • 15.4.15 Carmen Mörsch: Eine lange Geschichte von KünstlerInnen in der Bildung
  • 22.4.15 Christine Heil: Display(s) der Selbstkonstruktionen. Schnittstellen von Vermittlungsräumen in Jugendästhetiken, Institutionen und aktueller Kunst
  • 6.5.15 Torsten Meyer: Next Art Education
  • 3.6.15 Gesa Krebber
  • 10.6.15 Methode Mandy
  • 11.-13.6.15 Verschiedene Vorträge im Rahmen der Tagung where the magic happens – Bildung nach der Entgrenzung der Künste
  • 1.7.15 Julia Dick

Quellen zur (Geschichte der) Kunstpädagogik

Auf der Website des BDK finden sich seit kurzem Quellen zur Geschichte der Kunstpädagogik

Franz Billmayer und eine Arbeitsgruppe aus Johannes Kirschenmann, Helene Skladny und Werner Stehr haben ihre Quellen zur Geschichte der Kunstpädagogik im Netz in einer chronologisch geordneten Abfolge zusammengeführt.
Kommentierungen und Kontextualisierungen, vorwiegend als Auszüge aus Dissertationsschriften und eine Bilddatenbank mit Schülerzeichnungen von 1938 – 1962 und Arbeiten einer Schülerin vom Zeichenunterricht zwischen 1935 und 1938 ergänzen die Textquellen.

Kunstpädagogik Sammlung
Außerdem ist eine Quellensammlung von Georg Peez und Franz Billmayer zur Geschichte der Kunstpädagogik aufgeführt, die auf dem Portal kunstlinks.de zu finden ist.

Ergänzungen Kongresse/Tagungen
Und hier gibt es weitere Quellen – auch neueren Datums – zu bedeutenden kunstpädagoischen Kongressen und Tagungen.