Schlagwort-Archiv: kunst

Semesterthema: home/migration

Ein wesentliches Merkmal unserer Zeit ist die durch Migrationsprozesse veränderte Gesellschaft. Nicht nur Menschen migrieren, auch Medien und Kulturgüter- oder techniken zirkulieren. Dabei entstehen hybride Lebensformen und Kulturen, die die nationalstaatliche Ordnung und einheitliche Identitätskonzepte in Frage stellen. Auch für die Künste und die Kunstpädagogik ergeben sich auf der Folie der Migrationsgesellschaft neue Herausforderungen, die die Fachdisziplinen insgesamt betreffen. Welche Potentiale kunstdidaktischer, kunsttheoretischer oder kulturwissenschaftlicher Positionen und Praktiken lassen sich für die Entwicklung von didaktisch-methodischen Ansätzen im Kontext einer transkulturellen Kunstpädagogik entfalten? Wie verändert sich unser Verhältnis von Ich und Welt auf der Basis einer postmigrantischen Realität? Welche Narrative, Repräsentationen, Raumkonfigurationen oder Konzepte von Heimat dominieren oder gilt es wie zu beschreiben, zu kritisieren, gegen den Strich zu bürsten?

Im Wintersemester widmet sich das Projekt Arts Education in Transition unter dem Label home/migration diesen und vielen anderen Fragen. Wieder finden Kooperationen mit außeruniversitären Partnern statt, etwa mit dem Forum Freies Theater (FFT) in Düsseldorf oder dem Schauspiel Köln, die jeweils eine Lehrveranstaltung anbieten, mit dem Ziel, vertiefende Maßnahmen zwischen Kunst, Wissenschaft und Schule zusammen zu entwickeln.

Weitere Informationen zum Semesterthema hier: http://kunst.uni-koeln.de/aeit/home_migration/ und auf der Seite des Instituts http://kunst.uni-koeln.de

Weitere Informationen dazu und alle Seminare mit direkter Verlinkung zu KLIPS findet ihr hier!

Berlin Biennale 9 – Die KünstlerInnen

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Die 9. Berlin Biennale hat es bisher spannend gemacht. »Was ist das Thema?« und »Wer sind die Künstler?« war bis vor wenigen  Tagen nicht mehr als Spekulation. Seit es die Website gibt, war klar: 120 KünstlerInnen, ein Gemälde und …  Seit gestern gibt es die Liste: 69 bis Anne de Vries! 

Jetzt nimmt man sich am besten ein paar Tage für die Recherche frei, um herauszufinden, was hinter den Namen steckt. Unter den Namen finde sich viele neue Bekannte aus den letzten Top-Ausstellungen und Beiträgen zur Kunst nach dem Internet. Hier gehts zur Liste  auf der Seite der Berlin Biennale. Zur gemeinsamen Recherche arbeiten wir mit diesem google-Doc.

What’s Next? Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung im 21. Jahrhundert

Wintersemester 2015/16
Prof Dr T Meyer
14676.0018 What’s Next? Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung im 21. Jahrhundert

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. – Darum dreht sich die Frage What’s Next? Was bedeutet dieser Wandel der Welt und der Kunst für das Denken über Bildung und Vermittlung einer „nächsten Kunst“? Was heißt das für das Verhältnis von Kunst und Bildung im Allgemeinen? Was – welche Praxis, welche theoretische Konzeption – wäre unter welchen Bedingungen und aus welcher Perspektive wert, „Next Art Education“ genannt zu werden?
Das Seminar diskutiert Folgerungen des medienkulturellen Wandels für die Praxis und Theorie der Kunstpädagogik, wesentlich basierend auf der Lektüre der Bände I und II des Projekts What’s Next:
Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.): What’s Next? Band II: Art Education, München: kopaed 2015
Johannes M. Hedinger, Torsten Meyer (Hg.): What’s Next? Kunst nach der Krise. Berlin: Kadmos 2013
vgl. http://whtsnxt.net

Ablaufplan
Literatur online

04.11.15 Einführung Teil 2
11.11.15 Theresa Nieder, Janina Lubomierski: Texte 262, 264
18.11.15 Hannah Anders: Texte 290, 293
25.11.15 Julia Florin, Willy Noll: Texte 036, 144
2.12.15 Suzan Uludasdemir, Dennis Frasek: Texte 127, 160
9.12.15 Nicolai Horn, Margarita Justus: Texte 268, 230
13.12.15 Laura Müller, Carola Sieburg: Exkursion 1 Ego Update
16.12.15 Michaela Krystof, Lina Mai: Text 269
13.1.16 Johanne Krainau, Text: 188
14.1.16 Laura Müller, Carola Sieburg: Exkursion 2 Ego Update
20.1.16 Julia Berger, Carina Kohnen, Text 241, 257
27.1.16 blog-workshop & Nachbesprechung Exkursion
03.02.16 Abschlussdiskussion

Globale – Theorie & Globale – Praxis

Wintersemester 2015/16
Prof Dr T Meyer und Johannes Hedinger
14676.0012 und 14676.0013 Globale – Theorie & Globale – Praxis
Mit Exkursion in ZKM Karlsruhe

Tutorium: Vivienne Hampf

Vom Juni 2015 bis April 2016 bietet das ZKM Karlsruhe Ausstellungen und Veranstaltungen zu den großen Themen des 21. Jahrhunderts: Globalisierung und Digitalisierung. Das neue Kunstformat thematisiert deren Effekte und zeigt die entscheidenden Tendenzen des 21. Jahrhunderts anhand aktueller Kunstproduktionen jenseits des Kunstmarkts. Das Seminar nimmt die Ausstellung zum Anlass für ein Nachdenken über adäquate kunst-pädagogische Reaktionen, die in der konkreten Konzeption eines Ausstellungsprojekts in Köln münden sollen. Die Veranstaltung arbeitet im Tandem mit der Veranstaltung „Globale – Praxis“ von Johannes Hedinger.
Exkursion nach Karlsruhe am 20./21.11.2015.
Zur Vorbereitung siehe: http://zkm.de/globale
Und konkret am 20./21.11.: Veranstaltungen

Facebook-Gruppe zur Vorbereitung der Reise: https://www.facebook.com/groups/570332683115016/

Ablauf

27.10.15 Einführung: Timing, Setting, Arbeitsgruppen, Erster Einstieg, Johannes Hedinger via skype
10.11.15 Vertiefung: Curatorial Turn, What’s Next? Zeitgenossenschaft, global Contemporary, Postproduction, Next Nature, Posthuman usw
20./21.11.15 Exkursion Karlsruhe
24.11.15 Projektarbeit
8.12.15 Projektarbeit
18.1.16 17:45 Johannes Hedinger: Plenum
18.-20.1.16 Individuelle Beratungstermine mit Johannes Hedinger
19.1.16 Projektarbeit
2.2.16 Abschluss, Resümee, Ausblick

ca. 10./11.5.16 ggf Abschlussveranstaltung

Meyer, Torsten: Für einen Curatorial Turn in der Kunstpädagogik. In: Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.): What’s Next? Band II: Art Eduction, München: kopaed 2015, S. 220-222

Konzeption der Ausstellung: artifiziell und natürlich / künstlich und natürlich (AT)

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Mit den sich wandelnden Sichtweisen der Gesellschaft auf Natur und Kultur und dem Fortschritt der Technologie verschwimmen die wahrnehmbaren Grenzen zwischen Natürlichkeit und Artifizialität zunehmend.  Die fließenden Übergange, starken Gegensätze, das widersprüchliche Zusammenspiel, Versuchs- und Hilfsdefinitionen beider Begriffe werden von der Ausstellung in den Fokus genommen und untersucht. Es entsteht Raum für eine reflexive Auseinandersetzung mit den dem vielleicht wichtigsten Thema der Zukunft.

Frage- / Hilfestellungen bei der Entwicklung des Projekts könnten beispielsweise sein:

Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit? Wo bestehen und fallen Grenzen in dieser Beziehung? Welche Kontraste zeigen sich? Welche Entwicklung konnte, kann und wird man beobachten (können)? Was ist für euch überhaupt Natürlichkeit/Künstlichkeit? Wann geht das eine in das andere über?

Mögliche Themenfelder

Technologische Entwicklung (künstliche Intelligenz)
Biologische Entwicklung (Gentechnologie)
Kulturelle Entwicklung (Social Media, Ernährung)

Ausstellungsdesign

  • Die Ausstellung ARTIFIZIELL/NATÜRLICH nutzt den unteren Teil des Raumes, die Erhöhung wird von der Ausstellung POST/TRANS/SUPER HUMAN genutzt
  • die Ausstellung geht von der Mitte des Raumes aus und breitet sich vom Zentrum über ein dichtes Netz zu den Rändern aus
  • Aus ein Konstrukt aus Folie  ergeben sich Räume und Wände an welchen die Arbeiten inszeniert und befestigt werden. Sie werden „hineingesponnen“ und in Räume gespannt, bzw. abgehängt

Folien zum Vortrag „Next Art Education“

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Die Folien zum Vortrag von Torsten Meyer „Next Art Education“ finden sich hier, die zugehörige Literatur ist: Meyer, Torsten: Next Art Education. Kunstpädagogische Positionen 29. Hrsg. von Andrea Sabisch, Torsten Meyer, Eva Sturm, Hamburg/Köln/Oldenburg 2013

The top artists at this year’s Venice Biennale

From scary gadgets and the fluro-abstract to cosmic tapestries, we round up the very best of the iconic Italian art festival
Text // dazeddigital.com

Kerry James Marshall’s fluro abstract paintings
Kerry James Marshall’s fluro abstract paintings Courtesy the artist

 

Everyone has jumped off the vaparettos but are still swaying. This year we were pretty spot on with the highlights across the city but as ever there’s more to discover. Music and sound were the hot elements that brought everything to life during the opening week – from wildly good performances by Nils Bech and Tori Wranes at the Norwegian party to Jason Moran playing jazz piano in the middle of the main exhibition to a jumping pre Berlin Biennale party from DIS/Red Bull. For those still coming, here are the artists to search out.

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Kurator als Medium

freitag.de // Hans Ulrich Obrist

freitag.de // Hans Ulrich Obrist

Hans Ulrich Obrists neues Buch liefert das zeitgemäße Bild des Ausstellungsmachers – und passt zum Streit um die neue Leitung der Berliner Volksbühne // Sie war noch ein Gerücht, die Wahl eines Kunstkurators zum Intendanten eines bedeutenden hauptstädtischen Theaters, da verkündete ein bekannter Kunstsammler, eine solche Wahl wäre „das Beste, was passieren könnte für Berlin“. Ob sie’s dann auch fürs Theater wäre, war nicht so wichtig. Nur im Hintergrund wurde die Frage gestellt, ob die Gründe für eine derartige Entscheidung, ganz unabhängig von der unbestrittenen Qualifikation des Kurators, vor allem in Motiven des Standortmarketings zu suchen waren.

Gemessen an der Medienaufmerksamkeit, offenbar gelenkt durch gezielte Indiskretionen, gemessen am Aufmerksamkeitswert der Namen, die zwei Jahre vor Beginn der Intendanz schon in Umlauf gebracht wurden, darf man sagen: mission completed. Die Personalie Chris Dercon macht den politischen Einfluss deutlich, den der Kunstkurator mittlerweile erlangt hat: keine Aufgabe zu klein; nichts, was ihm nicht zugetraut wird. Für eine durch Demografie und leere Kassen stark verunsicherte politische Klasse stellt der Kunstkurator eine neue Versicherung dar, dass man auf die Unterstützung meinungsbildender Leute und Medien ebenso zählen kann wie auf ein mit den richtigen Namen bestücktes Telefonbuch. Der Kunstkurator dämpft die Angst vor der Kunst, vor der „Wut eines Einzelnen, der sich ins Halbdunkle einer Höhle zurückgezogen hat“ (der scheidende Intendant im Gespräch). Er verkörpert die Hoffnung, dass es flutscht mit der Kreativwirtschaft. Er ist ein Versprechen auf Ordnung in einer zunehmend unverständlicheren Welt. Je verstörender zeitgenössische Kunst, desto dringlicher das Bedürfnis nach Erklärung und Orientierung durch Diskursmaschinen. // weiter mit lars-henrik-gass bei  freitag.de 

Your Concise Guide to the 2015 Venice Biennale

by Hrag Vartanian / hyperallergic.com

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This year’s Venice Biennale promises to be one of the most political. While curator Okwui Enwezor’s central exhibition, All the World’s Futures, talks about “filters” (please don’t let them be on Instagram), early publicity was about making the artists, curator, choreographers, and others into the main “protagonists.” We’ll have to wait and see. Aside from Enwezor’s highly anticipated show, the national pavilions are the focus.

One of the interesting aspects of Venice is that national politics, particularly from emerging countries, are writ large in the art through the selections, inclusions, and even exclusions. Political ambitions dovetail with these cultural displays, so in 2013 it wasn’t a coincidence that Venezuela’s Chavez government hit a populist note with a street art–focused pavilion, while Russia’s entry was literally showering gold on visitors (women only) in a grand display of conceptual might (it’s arguable how successful it was). Each nation projects itself to the world — expect fancy displays from wealthy oil kingdoms eager to suggest a more progressive image, including Azerbaijan, Iraq, Iran, Qatar, Venezuela, the UAE, and others.

This year’s smartphone app choices are more limited than in 2013, but The Art Newspaper has a simple one (Apple only) with a clean design, while My Art Guide (Apple only) has a slightly more cumbersome version.

Here are some notable things to watch.

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artsy.net: Artikel zur Biennale Venedig 2015

1) Behind the Biennale: A Short History of the World’s Most Important Art Exhibition

“A world with no Biennale would rob us of these moments, when the present fights the past — or just talks to it a little bit.”

What would the world be like without the Venice Biennale? A chorus of art-world insiders and Venice locals respond with insights and stories, helping us navigate the cultural influence of this somewhat enigmatic, 120-year-old exhibition. Produced in collaboration with UBS, and directed by Oscar Boyson, this film pulls back the curtain on the event’s reach, extending beyond art and into politics and history at large. weiterlesen


2) Unpacking the World’s Most Important Art Exhibition

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3) Your Guide to the National Pavilions

Our Shortlist: The Six Pavilions You Shouldn’t Miss

Boobs and Bollocks Await in Sarah Lucas’s Venice Biennale Pavilion

Looking at the past 20 years of art by Sarah Lucas, you get the feeling she likes to laugh.
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4) Behind the Biennale: BGL Builds a Canadian Corner Store in Venice

A sneak peek into the Canadian Pavilion, as artist collective BGL transforms the modernist octagonal building into a convenience store, sleeping loft, and paint-splattered studio, all under the guise of exterior scaffolding. Curator Marie Fraser chimes in, describing how BGL alters architecture to transport viewers beyond traditional, immaculate art spaces and into the creative process—one of constant experimentation and renovation.

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5) Beyond the Biennale: 21 Top Shows to See Around Venice

The 56th Venice Biennale opens May 9th, filling the floating city to the brim with work by 136 artists representing 53 countries—and that’s just in the main exhibition. Curated by Okwui Enwezor, the Biennale will remain open for over six months, giving visitors plenty of time to investigate the abundant collateral events and exhibitions scattered throughout the city’s elegant palazzi and along its canals. weiterlesen