Schlagwort-Archiv: Forschung

What’s Next? Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung im 21. Jahrhundert

Wintersemester 2015/16
Prof Dr T Meyer
14676.0018 What’s Next? Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung im 21. Jahrhundert

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. – Darum dreht sich die Frage What’s Next? Was bedeutet dieser Wandel der Welt und der Kunst für das Denken über Bildung und Vermittlung einer „nächsten Kunst“? Was heißt das für das Verhältnis von Kunst und Bildung im Allgemeinen? Was – welche Praxis, welche theoretische Konzeption – wäre unter welchen Bedingungen und aus welcher Perspektive wert, „Next Art Education“ genannt zu werden?
Das Seminar diskutiert Folgerungen des medienkulturellen Wandels für die Praxis und Theorie der Kunstpädagogik, wesentlich basierend auf der Lektüre der Bände I und II des Projekts What’s Next:
Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.): What’s Next? Band II: Art Education, München: kopaed 2015
Johannes M. Hedinger, Torsten Meyer (Hg.): What’s Next? Kunst nach der Krise. Berlin: Kadmos 2013
vgl. http://whtsnxt.net

Ablaufplan
Literatur online

04.11.15 Einführung Teil 2
11.11.15 Theresa Nieder, Janina Lubomierski: Texte 262, 264
18.11.15 Hannah Anders: Texte 290, 293
25.11.15 Julia Florin, Willy Noll: Texte 036, 144
2.12.15 Suzan Uludasdemir, Dennis Frasek: Texte 127, 160
9.12.15 Nicolai Horn, Margarita Justus: Texte 268, 230
13.12.15 Laura Müller, Carola Sieburg: Exkursion 1 Ego Update
16.12.15 Michaela Krystof, Lina Mai: Text 269
13.1.16 Johanne Krainau, Text: 188
14.1.16 Laura Müller, Carola Sieburg: Exkursion 2 Ego Update
20.1.16 Julia Berger, Carina Kohnen, Text 241, 257
27.1.16 blog-workshop & Nachbesprechung Exkursion
03.02.16 Abschlussdiskussion

Konzeption der Ausstellung: artifiziell und natürlich / künstlich und natürlich (AT)

IMG_1185

IMG_1183

Mit den sich wandelnden Sichtweisen der Gesellschaft auf Natur und Kultur und dem Fortschritt der Technologie verschwimmen die wahrnehmbaren Grenzen zwischen Natürlichkeit und Artifizialität zunehmend.  Die fließenden Übergange, starken Gegensätze, das widersprüchliche Zusammenspiel, Versuchs- und Hilfsdefinitionen beider Begriffe werden von der Ausstellung in den Fokus genommen und untersucht. Es entsteht Raum für eine reflexive Auseinandersetzung mit den dem vielleicht wichtigsten Thema der Zukunft.

Frage- / Hilfestellungen bei der Entwicklung des Projekts könnten beispielsweise sein:

Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit? Wo bestehen und fallen Grenzen in dieser Beziehung? Welche Kontraste zeigen sich? Welche Entwicklung konnte, kann und wird man beobachten (können)? Was ist für euch überhaupt Natürlichkeit/Künstlichkeit? Wann geht das eine in das andere über?

Mögliche Themenfelder

Technologische Entwicklung (künstliche Intelligenz)
Biologische Entwicklung (Gentechnologie)
Kulturelle Entwicklung (Social Media, Ernährung)

Ausstellungsdesign

  • Die Ausstellung ARTIFIZIELL/NATÜRLICH nutzt den unteren Teil des Raumes, die Erhöhung wird von der Ausstellung POST/TRANS/SUPER HUMAN genutzt
  • die Ausstellung geht von der Mitte des Raumes aus und breitet sich vom Zentrum über ein dichtes Netz zu den Rändern aus
  • Aus ein Konstrukt aus Folie  ergeben sich Räume und Wände an welchen die Arbeiten inszeniert und befestigt werden. Sie werden „hineingesponnen“ und in Räume gespannt, bzw. abgehängt

The top artists at this year’s Venice Biennale

From scary gadgets and the fluro-abstract to cosmic tapestries, we round up the very best of the iconic Italian art festival
Text // dazeddigital.com

Kerry James Marshall’s fluro abstract paintings
Kerry James Marshall’s fluro abstract paintings Courtesy the artist

 

Everyone has jumped off the vaparettos but are still swaying. This year we were pretty spot on with the highlights across the city but as ever there’s more to discover. Music and sound were the hot elements that brought everything to life during the opening week – from wildly good performances by Nils Bech and Tori Wranes at the Norwegian party to Jason Moran playing jazz piano in the middle of the main exhibition to a jumping pre Berlin Biennale party from DIS/Red Bull. For those still coming, here are the artists to search out.

weiterlesen

Preparatory Reading zum Vortrag von Clive Cazeaux: Die Ästhetik der Forschung nach dem Ende der Kunst

Clive Cazeaux empfiehlt als vorbereitende Lektüre zu seinem Vortrag einen Text aus Texte zur Kunst Nr 82:

Busch, Kathrin (2011): Wissensbildung in den Künsten – eine philosophische Träumerei / Generating knowledge in the arts – a philosophical daydream, Texte Zur Kunst 82, S. 70-79.

DO IT

Im Rahmen dieses Projekts von museum in progress wurden im Zeitraum von Dezember 1995 bis März 1996 in der damaligen Kultursendung „10 1/2“ des Österreichischen Rundfunks (ORF) wöchentlich 1- bis 3-minütige, von internationalen KünstlerInnen gestaltete Video-Clips gezeigt: Die vom Kurator Hans-Ulrich Obrist ausgewählten KünstlerInnen geben „Handlungsanweisungen“, deren Bedeutung durch die verschiedenen Interpretationen und Ausführungen vielschichtig wird.

Näheres über das Projekt…

Und ein Text von Karl-Josef Pazzini angeregt durch den Beitrag zu DO IT von Laurence Weiner: Lehrer Bilden. Beispiel: Laurence Weiner

Methoden der Kunst

Prof. Dr. Torsten Meyer
Mitwirkend: Sandra Korintenberg, Antje Breitkopf, Paul Barsch, Konstanze Schütze, Adam Polczyk

Sommersemester 2013
64028 Projektseminar: Methoden der Kunst

Sem. 2 SWS, 25 T
Mi. 16:00-17:30, wöch. , R 244

Tutorium: Raphael Di Canio

Inhalt
Im Rahmen des Seminars soll eine Reihe von Lehrfilmen zur „Einführung in Methoden der Kunst und Mediengestaltung“ erstellt werden, in denen international renommierte Künstler in Interviewsituationen über (ihre individuellen) Methoden der Kunst sprechen und zeigen, wie „Kunst gemacht“ wird. Die Filme sollen ab Wintersemester 2013/14 in der Lehre an der Universität zu Köln im Studiengang INTERMEDIA eingesetzt und von Veranstaltungen mit studentischen Tutoren begleitet werden.
Die Teilnehmer dieses Seminars können sich bei Interesse um entsprechende Tutor-Jobs bewerben.
Für den Erwerb von 3 Creditpoints bzw eines Teilnahmenachweises für die Examensstudiengänge (nach Studienordnung von 2007) ist aktive und forschende Mitarbeit am Seminar erforderlich.
Es wird engagierte Mitarbeit im Projekt, ggf. auch über die regelmäßigen Veranstaltungstermine hinaus erwartet (zB für Filmaufnahmen).

Materialien zum Seminar: Methoden der Kunst

Leitfaden Portfolio-Arbeit

Die Führung eines Dokumentations- und Reflexionsportfolios soll Sie bei Entwicklung Ihres professionellen Selbst unterstützen. Ziel der Portfolio-Arbeit ist, dass Sie Ihre Lernprozesse und -ergebnisse als Ihre Versionen von Wirklichkeitskonstruktionen mit Ihren spezifischen Ausdrucksformen, inhaltlichen Schwerpunkten und Feststellungen, sowie Ihren Bedürfnissen und besonderen Stärken – in erster Linie für sich selbst – herausarbeiten können…

Julia Ziegenbein und Torsten Meyer haben einen Leitfaden für die Portfolio-Arbeit in den Modulen 3 (Ästhetische Erziehung) und 4 (Kunst) erarbeitet: LeitfadenPortfolioArbeit PDF

Vorgemerkt: Notizhefte zur dOCUMENTA (13)

von Gila Kolb

Erschienen in K+U Nr. 361, April 2012

dOCUMENTA (13): 100 Notizen – 100 Gedanken (100 Notes – 100 Thoughts). N°001-055, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2011-2012, Deutsch/Englisch, je 24-28 Seiten, var. Abb., var. ISBN, € 4, 6 oder 8,-
Übersicht der einzelnen Titel: http://d13.documenta.de/de/panorama/#de/publications/

Im Vorfeld jeder documenta stellt sich die Frage, welche Informationen zur Formierung und Positionierung der Kasseler Weltausstellung veröffentlicht werden können. Dabei geht es nicht nur um die Kommunikation einer programmatischen Ausrichtung, sondern auch um eine theoretische Fundierung der kuratorischen Arbeit. In diesem Jahr kommt diese Aufgabe vor allem den bisher 55 von geplanten 100 „Notizbüchern“ zu.

Das Notizbuch als ein Medium der Aufzeichnung ist ein altes. Es ist eine Form der persönlichen Gedächtnisstütze, mit der subjektive Wege der Erkenntnis dokumentiert werden. Anders als etwa beim Tagebuch, gilt das Interesse einer wissenschaftlichen Aufzeichnung für eine spätere Forschung, die bisweilen der Nachwelt erhalten bleibt (N°014, N°045, N°050, N°055). Notizbücher finden Verwendung in Feldern der Kulturanalyse, dem Entwurf von Text, Kunst oder Theorie – und darauf scheint das Interesse der Serie 100 Notizen – 100 Gedanken (100 Notes – 100 Thoughts) der dOCUMENTA (13) gerichtet zu sein.
Notizen machen sich Forschende, Schriftstellerinnen ebenso wie Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen. Dem folgend sind auch die Autorinnen der 100 Notizen – 100 Gedanken Forschende, die einen Blick in ihre Notizen gewähren, Beiträge dafür entwickelt haben, oder bereits entstandene kommentieren. Diese sind von unterschiedlichster Form und zeitlichem Kontext. Sie entstanden in Kollaborationen, Dialogen, wurden aus Archiven entnommen oder produziert. Die Autorinnen gehören dabei unterschiedlichsten Generationen und Professionen an. Von Kommentaren zum zeitgenössischen politischen Geschehen (N°034, N°048) über Rechercheergebnisse künstlerischer Projekte, die einen Vorgeschmack auf das geben können, was Themen der Ausstellung sein könnten (N°004, N°008, N°025, N°032, N°035, N°037, N°041, N°043) bis zur Reflektion des Notizbuchs selbst (N°001, N°030) reichen die Themen. Weitere Inhalte sind Auseinandersetzungen mit der Stadt Kassel und ihrem Umgang mit Geschichte (N°002, N°004, N°016, N°041), Beobachtungen kultureller oder naturwissenschaftlicher Phänomene (N°014, N°046), ein Lexikon zu Afghanistan (N°023) oder der Entwurf eines so nie realisierten Films (N°014). Das bisher ausgegebene Leitmotiv der dOCUMENTA (13) „Collapse and Recovery“ lässt sich daraus immer wieder ableiten. Doch darüber hinaus werden kulturelle Phänomene notiert: So etwa die Rituale der Begrüßung oder der Gastfreundschaft (N°043, N°024), die der Unleserlichkeit von Notizen, bei der Schrift die ins Bildhafte übergeht (N°030).

Warum es sich lohnt, sich näher mit den Heften auseinanderzusetzen, möchte ich mit den Worten Michael Taussigs (N°001) begründen: „Wir glauben, dass wir einem Verstand bei der Arbeit zusehen und ihn gewissermaßen belauschen können.“ (S.17). Das „Lauschen“ gelingt bei den unter der Redaktion von Katrin Sauerländer sorgfältig edierten Notebooks nicht nur dann, wenn es sich um Faksimile (N°005, N°045, N°050, N°014, N°039, N°055) oder künstlerische Arbeiten handelt (N°006, N°009, N°024, N°032, N°035, N°037), sondern auch, wenn Essays (N°001, N°010, N°012, N°013, N°022, N°023, N°027, N°033, N°034, N°036, N°044, N°046, N°052), Erzählungen (N°011, N°018, N°031, N°047) oder Gedichte (N°020) „aufgezeichnet“ wurden.

Die anfänglich überwältigende und durchaus verwirrende Vielstimmigkeit, die sich bei der Durchsicht der Titel- und Autorenliste einstellt, weicht rasch einer Vorfreude auf die unterschiedlichsten Arten, auf 24-28 Seiten einen Gedanken, der sich auf die eine oder mehrere Weisen auf unsere Zeitgenossenschaft und Geschichtlichkeit bezieht, zu verfolgen. Einzelne Themen nach eigenen Interessengebieten herauslesen zu können, gehört hier genauso zum Konzept wie die Leichtigkeit der einzelnen Hefte, deren Format irgendwo zwischen Magazin und Schulheft changiert. Ähnlich, wie sich erst im Nachgang die Ausstellung dOCUMENTA (13) zu einem kompletten Bild fügen wird, sind die Notizbücher, die Bettina Funcke als eine „Art Time-Capsule“ bezeichnet, eine erhellende, wenngleich konzeptuell höchstens individuell synthetisierbare Ausstellungsvorbereitung.

Gila Kolb