Post Internet Arts Education – Exkursion Berlin Biennale

Prof. Dr. Torsten Meyer / Konstanze Schütze
Tutorin: Vivien Grabowski

Kommentar

Im Sommer 2016 findet die 9. Berlin-Biennale als eine weltweit wahrgenommene Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. Die Lehrveranstaltung bereitet intensiv auf den Besuch der Ausstellung im Rahmen einer 4-tägigen Exkursion (9.-12.6.2014) vor. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der kunstpädagogischen Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, die entlang aktueller kunstpädagogischer Positionen entwickelt und bearbeitet werden sollen.

Zur Vorbereitung siehe:

http://www.berlinbiennale.de
https://www.facebook.com/BerlinBiennale
https://www.youtube.com/watch?v=UYCd0aTI1n8
http://www.monopol-magazin.de/auftritte-wechsel-abgaenge-3

Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft. Als nächste Gesellschaft bezeichnet der Soziologe und Kulturtheoretiker Dirk Baecker die Gesellschaft, die auf dem Computer als geschäftsführender Medientechnologie basiert. Baecker geht dabei von der Vermutung aus, dass kaum etwas so große Bedeutung für die Strukturen einer Gesellschaft und die Formen einer Kultur hat wie die jeweils dominierenden Verbreitungsmedien. Folglich wird die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen haben wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks.

Die erste Generation von Digital Natives, von „Ureinwohnern“ dieser nächsten Gesellschaft, ist inzwischen erwachsen und ins professionelle Berufsleben eingetreten. Zurzeit ist sie u.a. dabei, unter dem Label Post-Internet Art die Gewohnheiten des Kunstsystems durcheinanderzubringen. Sie verbindet kein erkennbarer Stil, wohl aber eine gemeinsame Haltung: Sie leben mit großer Selbstverständlichkeit eine auf den durch digitale Medien induzierten sozialen, politischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen fußende Normalität, ohne die Gründe dieser Bedingungen als solche noch zu thematisieren, sind also quasi über das „Neue“ und „Besondere“ des Digitalen hinaus.

Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen wie CO-WORKERS – Network as Artist (2015, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris), Ocean of Images: New Photography 2015 (The Museum of Modern Art, New York, US), DIS Image Studio (2013, The Suzanne Geiss Company, New York, US), u.a.m. bis hin zu fortlaufenden Online-Projekten. DIS Magazine ist wohl das bekannteste und einflussreichste Projekt unter diesen. DIS Magazine ist eine virtuelle Plattform, die sich mit Kunst, Mode, Musik und Kultur beschäftigt sowie neue kreative Praktiken gestaltet und unterstützt.

Semesterplan

12.4. Einführung, Orga, erster Einstieg // Text: Die Neuen (Frenzel in Monopol) // Aufgabe: Kurzinputs zu DIS

26.4. Curatorial Turn; DIS-Magazine Inputs // Text: Curatorial Turn (Meyer) // Aufgabe: Referate zu Themen

10.5. 3-4 Beiträge Studierende: Themen  // Text: Interview DIS-Magazine (KFI)

24.5. 3 Beiträge Studierende: Themen / Orte // Text: Interview Susanne Pfeffer (Images) // Aufgabe: Referate zu Künstlern/Personen 

7.6. 3 Beiträge Studierende: Künstler/Personen // Text: Next Art Education (Meyer) zum 21.06.2016

9.6.-12.6. Exkursion (Fokus:  ARTIST / KURATOR / EDUCATOR)

21.6. Post Internet Art Education // // Text: Next Art Education (Meyer) Wiederholung

5.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …

19.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …