Berlin Biennale 9 – Die KünstlerInnen

Screenshot 2016-05-05 15.41.11

Die 9. Berlin Biennale hat es bisher spannend gemacht. »Was ist das Thema?« und »Wer sind die Künstler?« war bis vor wenigen  Tagen nicht mehr als Spekulation. Seit es die Website gibt, war klar: 120 KünstlerInnen, ein Gemälde und …  Seit gestern gibt es die Liste: 69 bis Anne de Vries! 

Jetzt nimmt man sich am besten ein paar Tage für die Recherche frei, um herauszufinden, was hinter den Namen steckt. Unter den Namen finde sich viele neue Bekannte aus den letzten Top-Ausstellungen und Beiträgen zur Kunst nach dem Internet. Hier gehts zur Liste  auf der Seite der Berlin Biennale. Zur gemeinsamen Recherche arbeiten wir mit diesem google-Doc.

»Fear of Content« – Orte der 9. Berlin Biennale (Teil I: Online)

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Überfluss gibt es aber nicht nur an materiellen Gütern, sondern Überfluss generiert sich für uns Digital Natives auch (oder vielleicht vor allem) aus der  Fülle an verfügbarer Information. Diesem Zustand widmet sich die neue digitale Plattform der 9. Berlin Biennale Fear of Content. 

»Die Vergiftung durch den permanenten Fluss von Inhalten, die unbedingt gelesen werden müssen, ist mittlerweile ein Zustand, der unser tägliches Leben definiert.«, heißt es im Newsletter der 9. Berlin Biennale, der sich selbst sowie den neuen Feed ebenso als Teil des riesigen Content-Stroms reflektiert. Fear of Content ist »ein kontinuierlich aktualisierter Feed aus Aufsätzen, Interviews, digitalen Projekten, Inhalten und nochmal mehr Inhalten« und er »startet genau jetzt, mit dem Lesen dieses Newsletters. Somit wieder aktualisieren. Oder abmelden, siehe unten.« Der Begriff Fear of Content ist aus Rob Hornings wegweisenden Aufsatz Die Furcht vor dem Inhalt (2015) entwendet, in dem er Susan Sontags Kunst und Antikunst (1966) absichtlich fehlinterpretiert, um die Relationen zwischen Inhalt und Form im Internet State of Mind zu untersuchen.

Weiterlesen

Shots of Awe

Bildschirmfoto 2016-04-19 um 23.38.43

Über 9 Millionen Views verzeichnen Jason Silvas Mikro-Dokumentationen Shots of Awe, die nun seit mehr als drei Jahren im Netz zirkulieren. Sie handeln von den großen Themen der Gegenwart: Kreativität, Innovation, das Verhältnis von Mensch und Technologie, Zukunft, Metaphysik, Existenz. Silva selbst nennt seine Videos »philosophical espressos«. Zeitgemäße Philosophie sei das Ziel: »Philosophy, Science and Art for the YOUTUBE generation.« (Jason Silva). Sein unakademischer Gestus erhebt den Anspruch, in und für die Lebenswelt des 21. Jahrhunderts Philosophie zu betreiben, ganz ohne Philosophiegeschichte. Nicht mit der Gewalt schwer verständlicher philosophischer Begriffe und Ismen arbeiten Silvas Videos, sondern mit einer dramaturgischen Gewalt von Sprache, Bildern und Musik.

Weiterlesen

Post Internet Arts Education – Infos zur Exkursion

aktuell alle infos:  Google-Doc hier.

EXKURSIONSTERMIN // Do, 9.6. – So, 12.6.16
Do, 9.6. 14-19h (Treffpunkt am KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin)
Fr, 10.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
Sa, 11.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
So, 12.6. 10-14h (Treffpunkt TBA)

ZUM KONZEPT 
Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen. Die Orte der 9. Berlin Biennale sind Orte der »Paradessenz« (also ihrer Essenz nach paradox): Das Konträre kommt zusammen. An diesen Orten wird »das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik« begriffen. Und in dieser Hinsicht kann der erste Ort bereits besucht werden. Denn der Webauftritt der 9. Berlin Biennale ist selbst »a format, that works for everything.« Die Glätte, die an Werbeästhetik und Unternehmenskultur erinnert, wird unterlaufen von disparaten Zitaten, von Witzigem und scheinbar Überflüssigem. Das DISparate scheint das Paradigma der Ausstellung zu sein: Das Immaterielle wird real, das Reale wird unzugänglich. Die Ausstellungsorte stehen für Karriere, Privatisierung, und Freizeitvergnügen stehen. Orte, in denen Kultur und Kommerz in fast höfischer Freude am Repräsentieren zusammenkommen (Kunstforum International).

Weiterlesen

Referate und Inputs

Block 1: Themen

26.04. Mini-Inputs in Gruppen > SHORTLINKS zu DISMAGAZINE
Aufgabe: Das kuratorische Team der Berlin Biennale 9 betreibt ein Online-Magazin mit 9 Unterseiten zu jeweils eigenen Themen und Schwerpunkten. Ihre Aufgabe ist es, uns in der nächsten Sitzung einen dieser Schwerpunkte kurz allgemein vorzustellen und an ein paar Beispielen zu präsentieren. Die Präsentation sollte insgesamt 5 Minuten nicht übersteigen und sich auf die Fragen konzentrieren: Womit beschäftigt sich die Sektion? Wer trägt dazu bei? Um wen geht es? Was wird gezeigt? Für wen ist es interessant?

discover > (2-3 Personen)
distaste > (2-3 Personen)
dystopia > (2-3 Personen)
disco > (2-3 Personen) > neuer Termin: 10.05.2016
discussion >  (2-3 Personen)  > neuer Termin: 24.05.2016
disimages > (2-3 Personen) > neuer Termin: 07.06.2016
disown > (2-3 Personen) > neuer Termin: 21.06.2016

Weiterlesen

RESEARCH – Performance and Education

#10 Kosma Wojciech

NEXT ARTIST(S):

Performance Hanne Lippard, – VDNKh, Moscow, 27.09.2015 >> https://youtu.be/uw79U2fvoEc
Christian Falsnaes, Masculine demeanor as a consequence of social power relations between artist and audience (2013) >> https://youtu.be/6k9eEGOUTsE
Kosma Wojciech, In the beginning was the word >> https://vimeo.com/26507593
Kimmo Modig, I was gonna cancel >> https://youtu.be/JaM_2q0gclI und EXPRESS YOURSELF, 2012 >> https://vimeo.com/user7424703/expressyourself
Helga Wretmann, Fitness for Artists, >> http://creative.arte.tv/de/series/fitness-artists-tv
Edward Thomasson & Lucy Beech, >> http://dismagazine.com/blog/79120/frieze-live-passive-aggressive-3-2/
ARTIST PLACEMENT GROUP >> http://www2.tate.org.uk/artistplacementgroup/overview.htm
gallery fist. OCCUPY UR SELF >> https://vimeo.com/103506659
weiter hier: KünstlerInnen der Ausstellung Based in Berlin http://www.basedinberlin.de/de/kuenstler/
Wu Tsang > Wilderness (trailer) https://www.youtube.com/watch?v=EKzFaDCnYEo, interview: https://youtu.be/Fbkz1Inq0Mk

[hier wird kontinuierlich ergänzt]

 

WEITER zu VERMITTLUNG, ONLINE, OTHER >> Weiterlesen