Kategorie-Archiv: 2017 WINTER

Copy & Paste. Ein PIAE-Worksheet von Marie Bühler und Jule Knauf

Im Rahmen des Seminars »Post Internet Arts Education«, geleitet von Prof. Dr. Torsten Meyer und Kristin Klein, entwickeln Studierende praktische Übungen zum Themenkomplex der Post Internet Art ausgehend von medienkulturellen Alltagserfahrungen und -handlungen oder Vermittlungssituationen zu einer künstlerischen Arbeit.

Die Teilnehmerinnen Marie Bühler und Jule Knauf entwickelten eine umfangreiche Unterrichtsreihe zum Copy & Paste als künstlerischer Praxis im Internet State of Mind.

Download des Worksheets: Worksheet PIAE – Copy & Paste

nowness(2017): Post-Internet Art Education

WS 17/18 I Di: 16:00–17:30

Kristin Klein: Zwischen Innovationsgymnastik und Start-Up-Athletik (BA BM4)
Torsten Meyer: Die Stimmung des 21. Jahrhunderts (Med AM1)

Source: Acto espacio: https://anti-materia.org/eyecandy/2016/10/2/week-33sacha-toncovich

Aktuelle Hausaufgaben
Zur Vorbereitung zum 05.12.2017: N. Bourriaud: Postproduction. Culture as Screenplay: How Art Reprograms the World

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PIAE Literatur

Inhalt

Zwischen Innovationsgymnastik und Start-Up-Athletik

Willkommen im spätkapitalistischen Supermarkt der Möglichkeiten. Zwischen Innovationsgymnastik(1) und performativer Selbstoptimierung. Mit geradezu athletischen Ambitionen und gekonnter Leichtfüßigkeit buchstabiert die Post-Internet Art gegenwärtig im Akkord Remix, Mash-Up, Zitat, Plagiat, KünstlerInnenpräsenz und Live-Stream durch. Jedes Material, jede Idee ist potenzieller Impuls für die eigene Arbeit, ready-made und fertig zur weiteren Anwendung – just click and apply(2).

Post-Internet Art, seit 2014 in die Annalen der deutschsprachigen Kunstkritik eingegangen, soll in diesem Seminar im Zentrum stehen und durch aktuelle Texte, Videos und Alltagsbeobachtungen beforscht werden. Jede/r TeilnehmerIn entwickelt im Laufe des Seminars ein eigenes Positionspapier (oder Vergleichbares) zu einem ausgewählten Aspekt der Post-Internet Art mit Anschlüssen für eine zukünftige Post-Internet Art Education. – Wie und mit welchen Mitteln kann eine Kunstpädagogik entworfen werden, die mit den Tatsachen und durchaus auch Überfordernissen unserer Zeit umzugehen weiß?

Die Teilnahme am Seminar setzt Interesse am Jetzt und eine besondere Offenheit an gemeinsamen Forschungsprozessen an noch wenig erschlossenen Themen und Fragen voraus.

1 Vgl. Hartmut von Hentig (2000): Kreativität. Hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff. Weinheim, Basel: Beltz, S. 60.
2 Josh Kline: http://www.frieze.com/issue/article/focus-interview-josh-kline/

Die Stimmung des 21. Jahrunderts

Die Digital Natives sind in den Kunsthochschulen, Akademien und Universitäten angekommen. Und zurzeit sind sie dabei die Gewohnheiten des Kunstsystems durcheinanderzubringen. Sie verbindet kein erkennbarer Stil, wohl aber eine gemeinsame Haltung, die in Anlehnung an Lyotards „Postmodern Condition“ (1979) nun als „Post-Digital Condition“ gefasst werden kann: Sie leben mit großer Selbstverständlichkeit eine auf den durch digitale Medien induzierten sozialen, politischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen fußende Normalität, ohne die Gründe dieser Bedingungen als solche noch zu thematisieren, sind also quasi über das „Neue“ und „Besondere“ des Digitalen hinaus.

Was vor kurzem unter dem Label „Post-Internet Art“ in den Feuilletons verhandelt wurde, bringt der Kurator Carson Chan prägnant auf den Punkt: „All diese Ideen, die vor noch gar nicht langer Zeit neu und radikal waren, sind für diese Künstler schon längst zu einer Art zweiter Natur geworden. Die Kunst, die dabei produziert wird, ist nicht notwendigerweise ‚für’ das Internet oder online gemacht, aber automatisch mit einer Art Internet State of Mind.“ – „Post-Internet Art Education“ ist der explorative Versuch, mit adäquaten Reaktionen im Feld der Verkoppelung von Kunst und Pädagogik an diese Phänomene anzuschließen und kunstpädagogische Fragen und Konzepte an der Stimmung des 21. Jahrhunderts zu orientieren.

Die Teilnehmer*innen entwickeln im Kontext des Seminars Unterrichtsideen, Übungen, Projekte, Arbeitsblätter, Handreichungen oder kuratorische Konzepte für die Inszenierung von Kunst als Lernumgebung im Rahmen möglicher Beiträge zu einem „Workbook Post-Internet Arts Education“.

Die Teilnahme am Seminar setzt Interesse am Jetzt und eine besondere Offenheit an gemeinsamen Forschungsprozessen an noch wenig erschlossenen Themen und Fragen voraus. Das Seminar steht im Kontext eines übergreifenden Forschungsprojekts an der Universität zu Köln: http://kunst.uni-koeln.de/piae/

 

Seminarverlauf

Datum Inhalt Vorbereitung
17.10.2017 Auftakt: Orga, Seminarablauf, Seminaranforderungen Post-Internet: Eine Einführung (1)
24.10.2017 Post-Internet: Eine Einführung (2) T. Meyer: 5 Thesen zur nächsten Kulturellen Bildung
31.10.2017  – entfällt –
07.11.2017 Fokus: Post-Critics // Art and Branding
14.11.2017 Fokus: Die Stimmung des 21. Jh. T. Meyer: Die Stimmung des 21. Jh.
21.11.2017 Ergebnispräsentation PIAE-Worksheet Part 1 Bitte bearbeiten Sie mindestens eine der Aufgaben des PIAE-Worksheets und bringen Sie dieses dokumentiert mit.
28.11.2017 Präsentation Gruppen 1: Cynthia Dolinski, Luise Menne // Jule Knauf, Marie Bühler
05.12.2017 Fokus: Post-Production N. Bourriaud: Postproduction. Culture as Screenplay: How Art Reprograms the World
12.12.2017 Präsentation Gruppen 2: Carolin Haak, Jana Sauer, Carmela Fernandez // Merle Ballermann, Stephanie Winz
19.12.2017 Ergebnispräsentation PIAE-Worksheet Part 2
Zwischenbilanz
09.01.2018 Präsentation Gruppen 3: Josephine Woltz, Sarah Kalisch, Marie Diop // Meltem Kaya, Yasemin Senyüz
16.01.2018 Fokus: Post-Humanismus R. Braidotti: Posthumanismus
23.01.2018 Präsentation Gruppen 4: Jacqueline Kropf, Anna-Greta Struckhoff, Rebekka Hönnerschaid // Jens Küstner, Frederico Zöller, Hamide Sauer, Joshua Falkenberg
30.01.2018 Abschluss: ggf. weitere Ergebnispräsentation, Zusammenfassung und Ausblick

Literatur (Auswahl)

 

Tutorium

Vivien Grabowski (vgrabow1@uni-koeln.de)

nowness(2017): What’s Next? – Kunstpädagogik im 21. Jahrhundert

under construction

Wintersemester 2017/18
Prof Dr T Meyer
Tutorium: Vivien Grabowski (vgrabow1@uni-koeln.de)

Die Welt ist im Wandel und mit ihr die Kunst. – Darum dreht sich die Frage What’s Next? Was bedeutet dieser Wandel der Welt und der Kunst für das Denken über Bildung und Vermittlung einer „nächsten Kunst“? Was heißt das für das Verhältnis von Kunst und Bildung im Allgemeinen? Was – welche Praxis, welche theoretische Konzeption – wäre unter welchen Bedingungen und aus welcher Perspektive wert, „Next Art Education“ genannt zu werden?
Das Seminar diskutiert Folgerungen des medienkulturellen Wandels für die Praxis und Theorie der Kunstpädagogik, wesentlich basierend auf der Lektüre der Bände I und II des Projekts What’s Next:
Torsten Meyer / Gila Kolb (Hg.): What’s Next? Band II: Art Education, München: kopaed 2015
Johannes M. Hedinger, Torsten Meyer (Hg.): What’s Next? Kunst nach der Krise. Berlin: Kadmos 2013
vgl. http://whtsnxt.net

Ablaufplan

18.10. Einführung: Timing, Setting, Arbeitsgruppen, Erster Einstieg
25.10. Intro: Methode What’s Next?
8.11. Lektüren WN1, WN2 u.a. // Franziska Wilke & Anna Douven // 84 & 241 & 254
15.11 Lektüren WN1, WN2 u.a. // Ksenia Sytschew & Pia Steinschulte // 138 & 183 & Heidenreich: Schafft die Kuratoren ab!
22.11. Lektüren WN1, WN2 u.a. // Sarah Wiebe & Benedikt Senden // 200 & 252
29.11 Lektüren WN1, WN2 u.a. // Louisa Peters & Anna Marilene Hegner // 244 & 268 & 284
6.12. – entfällt –
13.12. Lektüren WN1, WN2 u.a. // Emma Bensel // 140 & 271
20.12 Lektüren WN1, WN2 u.a. // Laura Wesser // 180 & 201
10.1 Lektüren WN1, WN2 u.a. // Maria-Eleni Kanela & Britta Schäfer // 243269
17.1. Lektüren WN1, WN2 u.a. // Isabell Key // 91 & 210
24.1. Lektüren WN1, WN2 u.a. // Rabea Rütten // 28 & 231
31.1. Abschluss