Kategorie-Archiv: Berlin Biennale 2016

READING LIST BB9

Reviews:

Archey, Karen: 9th Berlin Biennale for Contemporary Art. Online: hier (12.6.2016).

Arend, Ingo: Die Bastardisierung der Kunst. Die 9. Berlin Biennale löst die Grenzen zwischen Kunst und Werbung, PR und Engagement auf – In: Kunstforum, Bd. 241, S. 202-207. PDF

Batycka, Dorian: The 9th Berlin Biennale: A Vast Obsolescent Pageant of Irrelevance. Online: hier (24.6.2016).

Bisello, Piero: Berlin Biennale 2016: last goodbye to the prematurely dead post-internet label. Online: hier (7.6.2016).

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Berlin Biennale 9 – Die KünstlerInnen

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Die 9. Berlin Biennale hat es bisher spannend gemacht. »Was ist das Thema?« und »Wer sind die Künstler?« war bis vor wenigen  Tagen nicht mehr als Spekulation. Seit es die Website gibt, war klar: 120 KünstlerInnen, ein Gemälde und …  Seit gestern gibt es die Liste: 69 bis Anne de Vries! 

Jetzt nimmt man sich am besten ein paar Tage für die Recherche frei, um herauszufinden, was hinter den Namen steckt. Unter den Namen finde sich viele neue Bekannte aus den letzten Top-Ausstellungen und Beiträgen zur Kunst nach dem Internet. Hier gehts zur Liste  auf der Seite der Berlin Biennale. Zur gemeinsamen Recherche arbeiten wir mit diesem google-Doc.

»Fear of Content« – Orte der 9. Berlin Biennale (Teil I: Online)

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Überfluss gibt es aber nicht nur an materiellen Gütern, sondern Überfluss generiert sich für uns Digital Natives auch (oder vielleicht vor allem) aus der  Fülle an verfügbarer Information. Diesem Zustand widmet sich die neue digitale Plattform der 9. Berlin Biennale Fear of Content. 

»Die Vergiftung durch den permanenten Fluss von Inhalten, die unbedingt gelesen werden müssen, ist mittlerweile ein Zustand, der unser tägliches Leben definiert.«, heißt es im Newsletter der 9. Berlin Biennale, der sich selbst sowie den neuen Feed ebenso als Teil des riesigen Content-Stroms reflektiert. Fear of Content ist »ein kontinuierlich aktualisierter Feed aus Aufsätzen, Interviews, digitalen Projekten, Inhalten und nochmal mehr Inhalten« und er »startet genau jetzt, mit dem Lesen dieses Newsletters. Somit wieder aktualisieren. Oder abmelden, siehe unten.« Der Begriff Fear of Content ist aus Rob Hornings wegweisenden Aufsatz Die Furcht vor dem Inhalt (2015) entwendet, in dem er Susan Sontags Kunst und Antikunst (1966) absichtlich fehlinterpretiert, um die Relationen zwischen Inhalt und Form im Internet State of Mind zu untersuchen.

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Post Internet Arts Education – Infos zur Exkursion

aktuell alle infos:  Google-Doc hier.

EXKURSIONSTERMIN // Do, 9.6. – So, 12.6.16
Do, 9.6. 14-19h (Treffpunkt am KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin)
Fr, 10.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
Sa, 11.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
So, 12.6. 10-14h (Treffpunkt TBA)

ZUM KONZEPT 
Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen. Die Orte der 9. Berlin Biennale sind Orte der »Paradessenz« (also ihrer Essenz nach paradox): Das Konträre kommt zusammen. An diesen Orten wird »das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik« begriffen. Und in dieser Hinsicht kann der erste Ort bereits besucht werden. Denn der Webauftritt der 9. Berlin Biennale ist selbst »a format, that works for everything.« Die Glätte, die an Werbeästhetik und Unternehmenskultur erinnert, wird unterlaufen von disparaten Zitaten, von Witzigem und scheinbar Überflüssigem. Das DISparate scheint das Paradigma der Ausstellung zu sein: Das Immaterielle wird real, das Reale wird unzugänglich. Die Ausstellungsorte stehen für Karriere, Privatisierung, und Freizeitvergnügen stehen. Orte, in denen Kultur und Kommerz in fast höfischer Freude am Repräsentieren zusammenkommen (Kunstforum International).

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Referate und Inputs

Block 1: Themen

26.04. Mini-Inputs in Gruppen > SHORTLINKS zu DISMAGAZINE
Aufgabe: Das kuratorische Team der Berlin Biennale 9 betreibt ein Online-Magazin mit 9 Unterseiten zu jeweils eigenen Themen und Schwerpunkten. Ihre Aufgabe ist es, uns in der nächsten Sitzung einen dieser Schwerpunkte kurz allgemein vorzustellen und an ein paar Beispielen zu präsentieren. Die Präsentation sollte insgesamt 5 Minuten nicht übersteigen und sich auf die Fragen konzentrieren: Womit beschäftigt sich die Sektion? Wer trägt dazu bei? Um wen geht es? Was wird gezeigt? Für wen ist es interessant?

discover > (2-3 Personen)
distaste > (2-3 Personen)
dystopia > (2-3 Personen)
disco > (2-3 Personen) > neuer Termin: 10.05.2016
discussion >  (2-3 Personen)  > neuer Termin: 24.05.2016
disimages > (2-3 Personen) > neuer Termin: 07.06.2016
disown > (2-3 Personen) > neuer Termin: 21.06.2016

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Post Internet Arts Education – Exkursion Berlin Biennale

Prof. Dr. Torsten Meyer / Konstanze Schütze
Tutorin: Vivien Grabowski

Kommentar

Im Sommer 2016 findet die 9. Berlin-Biennale als eine weltweit wahrgenommene Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. Die Lehrveranstaltung bereitet intensiv auf den Besuch der Ausstellung im Rahmen einer 4-tägigen Exkursion (9.-12.6.2014) vor. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der kunstpädagogischen Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, die entlang aktueller kunstpädagogischer Positionen entwickelt und bearbeitet werden sollen.

Zur Vorbereitung siehe:

http://www.berlinbiennale.de
https://www.facebook.com/BerlinBiennale
https://www.youtube.com/watch?v=UYCd0aTI1n8
http://www.monopol-magazin.de/auftritte-wechsel-abgaenge-3

Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft. Als nächste Gesellschaft bezeichnet der Soziologe und Kulturtheoretiker Dirk Baecker die Gesellschaft, die auf dem Computer als geschäftsführender Medientechnologie basiert. Baecker geht dabei von der Vermutung aus, dass kaum etwas so große Bedeutung für die Strukturen einer Gesellschaft und die Formen einer Kultur hat wie die jeweils dominierenden Verbreitungsmedien. Folglich wird die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen haben wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks.

Die erste Generation von Digital Natives, von „Ureinwohnern“ dieser nächsten Gesellschaft, ist inzwischen erwachsen und ins professionelle Berufsleben eingetreten. Zurzeit ist sie u.a. dabei, unter dem Label Post-Internet Art die Gewohnheiten des Kunstsystems durcheinanderzubringen. Sie verbindet kein erkennbarer Stil, wohl aber eine gemeinsame Haltung: Sie leben mit großer Selbstverständlichkeit eine auf den durch digitale Medien induzierten sozialen, politischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen fußende Normalität, ohne die Gründe dieser Bedingungen als solche noch zu thematisieren, sind also quasi über das „Neue“ und „Besondere“ des Digitalen hinaus.

Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen wie CO-WORKERS – Network as Artist (2015, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris), Ocean of Images: New Photography 2015 (The Museum of Modern Art, New York, US), DIS Image Studio (2013, The Suzanne Geiss Company, New York, US), u.a.m. bis hin zu fortlaufenden Online-Projekten. DIS Magazine ist wohl das bekannteste und einflussreichste Projekt unter diesen. DIS Magazine ist eine virtuelle Plattform, die sich mit Kunst, Mode, Musik und Kultur beschäftigt sowie neue kreative Praktiken gestaltet und unterstützt.

Semesterplan

12.4. Einführung, Orga, erster Einstieg // Text: Die Neuen (Frenzel in Monopol) // Aufgabe: Kurzinputs zu DIS

26.4. Curatorial Turn; DIS-Magazine Inputs // Text: Curatorial Turn (Meyer) // Aufgabe: Referate zu Themen

10.5. 3-4 Beiträge Studierende: Themen  // Text: Interview DIS-Magazine (KFI)

24.5. 3 Beiträge Studierende: Themen / Orte // Text: Interview Susanne Pfeffer (Images) // Aufgabe: Referate zu Künstlern/Personen 

7.6. 3 Beiträge Studierende: Künstler/Personen // Text: Next Art Education (Meyer) zum 21.06.2016

9.6.-12.6. Exkursion (Fokus:  ARTIST / KURATOR / EDUCATOR)

21.6. Post Internet Art Education // // Text: Next Art Education (Meyer) Wiederholung

5.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …

19.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …