Kategorie-Archiv: Meyer

READING LIST BB9

Reviews:

Archey, Karen: 9th Berlin Biennale for Contemporary Art. Online: hier (12.6.2016).

Arend, Ingo: Die Bastardisierung der Kunst. Die 9. Berlin Biennale löst die Grenzen zwischen Kunst und Werbung, PR und Engagement auf – In: Kunstforum, Bd. 241, S. 202-207. PDF

Batycka, Dorian: The 9th Berlin Biennale: A Vast Obsolescent Pageant of Irrelevance. Online: hier (24.6.2016).

Bisello, Piero: Berlin Biennale 2016: last goodbye to the prematurely dead post-internet label. Online: hier (7.6.2016).

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Überlegungen zum Technisch-Erhabenen

Edward Mutbridge: Horse in Motion (1878)

Edward Mutbridge: Horse in Motion (1878)

Neben das Natur-Erhabene tritt im Zuge der technischen Innovationen der Moderne eine weitere ästhetische Kategorie: Das Technisch-Erhabene. Die Verschiebungen und einige Spielformen des Technisch-Erhabenen präsentierte Julia Kohlhaas am 6.7.16 im Rahmen des Seminars „Sublima16 – Transzendenzen, Awesomeness, Liebe & ctrl-Verlust“.

Präsentationsfolien: PDF

Textgrundlage: Bartels, Klaus: Über das Technisch-Erhabene. In: Christine Pries (Hg.): Das Erhabene. Zwischen Grenzerfahrung und Größenwahn. Weinheim: VCH, Acta Humanoiora, 1989. 295-316.

Berlin Biennale 9 – Die KünstlerInnen

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Die 9. Berlin Biennale hat es bisher spannend gemacht. »Was ist das Thema?« und »Wer sind die Künstler?« war bis vor wenigen  Tagen nicht mehr als Spekulation. Seit es die Website gibt, war klar: 120 KünstlerInnen, ein Gemälde und …  Seit gestern gibt es die Liste: 69 bis Anne de Vries! 

Jetzt nimmt man sich am besten ein paar Tage für die Recherche frei, um herauszufinden, was hinter den Namen steckt. Unter den Namen finde sich viele neue Bekannte aus den letzten Top-Ausstellungen und Beiträgen zur Kunst nach dem Internet. Hier gehts zur Liste  auf der Seite der Berlin Biennale. Zur gemeinsamen Recherche arbeiten wir mit diesem google-Doc.

»Fear of Content« – Orte der 9. Berlin Biennale (Teil I: Online)

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Überfluss gibt es aber nicht nur an materiellen Gütern, sondern Überfluss generiert sich für uns Digital Natives auch (oder vielleicht vor allem) aus der  Fülle an verfügbarer Information. Diesem Zustand widmet sich die neue digitale Plattform der 9. Berlin Biennale Fear of Content. 

»Die Vergiftung durch den permanenten Fluss von Inhalten, die unbedingt gelesen werden müssen, ist mittlerweile ein Zustand, der unser tägliches Leben definiert.«, heißt es im Newsletter der 9. Berlin Biennale, der sich selbst sowie den neuen Feed ebenso als Teil des riesigen Content-Stroms reflektiert. Fear of Content ist »ein kontinuierlich aktualisierter Feed aus Aufsätzen, Interviews, digitalen Projekten, Inhalten und nochmal mehr Inhalten« und er »startet genau jetzt, mit dem Lesen dieses Newsletters. Somit wieder aktualisieren. Oder abmelden, siehe unten.« Der Begriff Fear of Content ist aus Rob Hornings wegweisenden Aufsatz Die Furcht vor dem Inhalt (2015) entwendet, in dem er Susan Sontags Kunst und Antikunst (1966) absichtlich fehlinterpretiert, um die Relationen zwischen Inhalt und Form im Internet State of Mind zu untersuchen.

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Shots of Awe

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Über 9 Millionen Views verzeichnen Jason Silvas Mikro-Dokumentationen Shots of Awe, die nun seit mehr als drei Jahren im Netz zirkulieren. Sie handeln von den großen Themen der Gegenwart: Kreativität, Innovation, das Verhältnis von Mensch und Technologie, Zukunft, Metaphysik, Existenz. Silva selbst nennt seine Videos »philosophical espressos«. Zeitgemäße Philosophie sei das Ziel: »Philosophy, Science and Art for the YOUTUBE generation.« (Jason Silva). Sein unakademischer Gestus erhebt den Anspruch, in und für die Lebenswelt des 21. Jahrhunderts Philosophie zu betreiben, ganz ohne Philosophiegeschichte. Nicht mit der Gewalt schwer verständlicher philosophischer Begriffe und Ismen arbeiten Silvas Videos, sondern mit einer dramaturgischen Gewalt von Sprache, Bildern und Musik.

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Post Internet Arts Education – Infos zur Exkursion

aktuell alle infos:  Google-Doc hier.

EXKURSIONSTERMIN // Do, 9.6. – So, 12.6.16
Do, 9.6. 14-19h (Treffpunkt am KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin)
Fr, 10.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
Sa, 11.6. 10-19h (Treffpunkt TBA)
So, 12.6. 10-14h (Treffpunkt TBA)

ZUM KONZEPT 
Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen. Die Orte der 9. Berlin Biennale sind Orte der »Paradessenz« (also ihrer Essenz nach paradox): Das Konträre kommt zusammen. An diesen Orten wird »das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik« begriffen. Und in dieser Hinsicht kann der erste Ort bereits besucht werden. Denn der Webauftritt der 9. Berlin Biennale ist selbst »a format, that works for everything.« Die Glätte, die an Werbeästhetik und Unternehmenskultur erinnert, wird unterlaufen von disparaten Zitaten, von Witzigem und scheinbar Überflüssigem. Das DISparate scheint das Paradigma der Ausstellung zu sein: Das Immaterielle wird real, das Reale wird unzugänglich. Die Ausstellungsorte stehen für Karriere, Privatisierung, und Freizeitvergnügen stehen. Orte, in denen Kultur und Kommerz in fast höfischer Freude am Repräsentieren zusammenkommen (Kunstforum International).

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Referate und Inputs

Block 1: Themen

26.04. Mini-Inputs in Gruppen > SHORTLINKS zu DISMAGAZINE
Aufgabe: Das kuratorische Team der Berlin Biennale 9 betreibt ein Online-Magazin mit 9 Unterseiten zu jeweils eigenen Themen und Schwerpunkten. Ihre Aufgabe ist es, uns in der nächsten Sitzung einen dieser Schwerpunkte kurz allgemein vorzustellen und an ein paar Beispielen zu präsentieren. Die Präsentation sollte insgesamt 5 Minuten nicht übersteigen und sich auf die Fragen konzentrieren: Womit beschäftigt sich die Sektion? Wer trägt dazu bei? Um wen geht es? Was wird gezeigt? Für wen ist es interessant?

discover > (2-3 Personen)
distaste > (2-3 Personen)
dystopia > (2-3 Personen)
disco > (2-3 Personen) > neuer Termin: 10.05.2016
discussion >  (2-3 Personen)  > neuer Termin: 24.05.2016
disimages > (2-3 Personen) > neuer Termin: 07.06.2016
disown > (2-3 Personen) > neuer Termin: 21.06.2016

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Post Internet Arts Education – Exkursion Berlin Biennale

Prof. Dr. Torsten Meyer / Konstanze Schütze
Tutorin: Vivien Grabowski

Kommentar

Im Sommer 2016 findet die 9. Berlin-Biennale als eine weltweit wahrgenommene Ausstellung zeitgenössischer Kunst statt. Die Lehrveranstaltung bereitet intensiv auf den Besuch der Ausstellung im Rahmen einer 4-tägigen Exkursion (9.-12.6.2014) vor. Im Vordergrund stehen dabei Fragen der kunstpädagogischen Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, die entlang aktueller kunstpädagogischer Positionen entwickelt und bearbeitet werden sollen.

Zur Vorbereitung siehe:

http://www.berlinbiennale.de
https://www.facebook.com/BerlinBiennale
https://www.youtube.com/watch?v=UYCd0aTI1n8
http://www.monopol-magazin.de/auftritte-wechsel-abgaenge-3

Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft. Als nächste Gesellschaft bezeichnet der Soziologe und Kulturtheoretiker Dirk Baecker die Gesellschaft, die auf dem Computer als geschäftsführender Medientechnologie basiert. Baecker geht dabei von der Vermutung aus, dass kaum etwas so große Bedeutung für die Strukturen einer Gesellschaft und die Formen einer Kultur hat wie die jeweils dominierenden Verbreitungsmedien. Folglich wird die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen haben wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks.

Die erste Generation von Digital Natives, von „Ureinwohnern“ dieser nächsten Gesellschaft, ist inzwischen erwachsen und ins professionelle Berufsleben eingetreten. Zurzeit ist sie u.a. dabei, unter dem Label Post-Internet Art die Gewohnheiten des Kunstsystems durcheinanderzubringen. Sie verbindet kein erkennbarer Stil, wohl aber eine gemeinsame Haltung: Sie leben mit großer Selbstverständlichkeit eine auf den durch digitale Medien induzierten sozialen, politischen, technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen fußende Normalität, ohne die Gründe dieser Bedingungen als solche noch zu thematisieren, sind also quasi über das „Neue“ und „Besondere“ des Digitalen hinaus.

Für die 9. Berlin Biennale haben die Kunstwerke Berlin (Institute for Contemporary Art) das New Yorker Kollektiv DIS, bestehend aus Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro, zur künstlerischen Leitung ernannt. DIS gehören zweifelsohne zu den prägendsten Akteuren dieser Kunst der „Neuen“ und bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen wie CO-WORKERS – Network as Artist (2015, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris), Ocean of Images: New Photography 2015 (The Museum of Modern Art, New York, US), DIS Image Studio (2013, The Suzanne Geiss Company, New York, US), u.a.m. bis hin zu fortlaufenden Online-Projekten. DIS Magazine ist wohl das bekannteste und einflussreichste Projekt unter diesen. DIS Magazine ist eine virtuelle Plattform, die sich mit Kunst, Mode, Musik und Kultur beschäftigt sowie neue kreative Praktiken gestaltet und unterstützt.

Semesterplan

12.4. Einführung, Orga, erster Einstieg // Text: Die Neuen (Frenzel in Monopol) // Aufgabe: Kurzinputs zu DIS

26.4. Curatorial Turn; DIS-Magazine Inputs // Text: Curatorial Turn (Meyer) // Aufgabe: Referate zu Themen

10.5. 3-4 Beiträge Studierende: Themen  // Text: Interview DIS-Magazine (KFI)

24.5. 3 Beiträge Studierende: Themen / Orte // Text: Interview Susanne Pfeffer (Images) // Aufgabe: Referate zu Künstlern/Personen 

7.6. 3 Beiträge Studierende: Künstler/Personen // Text: Next Art Education (Meyer) zum 21.06.2016

9.6.-12.6. Exkursion (Fokus:  ARTIST / KURATOR / EDUCATOR)

21.6. Post Internet Art Education // // Text: Next Art Education (Meyer) Wiederholung

5.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …

19.7. 2 Beiträge Studierende: Kollaboration, Performance, Migration, TransGender,  …

Kunstpädagogische Positionen

Prof. Dr. Torsten Meyer

Sommersemester 2016
Kunstpädagogische Positionen (Master)
VL 2 SWS, 25 T
Mi. 16:00-17:30

Tutorium: Vivienne Hampf havivienne@gmail.com

Inhalt
Gegenwärtig tritt die Koppelung von Kunst & Pädagogik, Kunstpädagogik, weniger durch systematische Gesamtentwürfe in Erscheinung, als durch eine Vielzahl unterschiedlicher Positionen, die aufeinander und auf die Geschichte des Faches unterschiedlich Bezug nehmen. Dieser Situation wird mit der Veranstaltung eine Darstellungsform gegeben.

In Kooperation mit der Universität Hamburg, der Universität Oldenburg und der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK werden in dieser Veranstaltung kunstpädagogische Positionen in Form von Gastvorträgen zur Kenntnis gebracht, die das Lehren, Lernen und die bildenden Effekte der Kunst konturieren helfen.
Mit der Veranstaltung ist die Publikationsreihe „Kunstpädagogsche Positionen“ verbunden. Die einzelnen Publikationen sind online verfügbar unter http://mbr.uni-koeln.de/kpp

Ablauf

  • 13.4.16 Einführung: Timing, Setting, Arbeitsgruppen, Erster Einstieg
  • 20.4.16 (LIEBE2016) Karl-Josef Pazzini: Pornographie als Bilddidaktik
  • 27.4.16 Diskussion Vorträge
    • 18:00 (Saloon Arts Education) Katharina Middendorf (Abtei-Gymnasium, Duisburg-Hamborn): Das Fach FODA [Forschen und Darstellen]
  • 4.5.16 Maria Acaso (Madrid): Cockroaches, sharks and toilet roll rabbits: building XXI century art education paradigms 
  • 11.5.16 Reenactment Podiumsdiskussion: Balkenhol (Katharina Loh), Billmayer (Maj Gabriel), Buschkühle (Vanessa Mühle), Maset (Gesa Marie Schilbach)
    • 18:00 (Saloon Arts Education) Claus Zirwes und Kalle Winter (Kunst- und Musiklehrer am Heinrich Mann Gymnasium Köln): Die Profilklasse MusikTheaterMedien
  • 25.5.16 Rudolf Preuss (Köln)
  • 1.6.16 (LIEBE 2016) Juuso Tervo (Helsinki)
  • 8.6.16 Diskussion Vorträge
    • 18:00 (Saloon Arts Education) Gesine Hopstein (Köln): Was heißt Reflektieren im Kunstunterricht?
  • 15.6.16 Reenactment Podiumsdiskussion: Dobler (Sina Schmidt), Heil (Melissa Wilhelm), Henke (Michaela Krystof), Pazzini ( Carola Beckers), Wetzel (Sarah Martens)
  • 22.6.16 Diskussion Vorträge
    • 18:00 (Saloon Arts Education) Lisa Zehetner (FFT Düsseldorf)
  • 29.6.16 Andreas Brenne (Osnabrück): „Künstlerische Forschung“ – Kunstpädagogik im Kontext der frühen und mittleren Kindheit
  • 6.7.16 Reenactment Podiumsdiskussion: Hartwig (Kathrin Schnug), Lange (Isabele Basseng), Sabisch (Patrick Hartenberg), Sternfeld (Natascha Brandenburg)
  • 13.7.16 Diskussion Vorträge
    • 18:00 (Saloon Arts Education) Anne Hoffmann (Sonderpädagogin an der Heinrich-Haselmann Schule St. Augustin), Jane Eschment und Student_innen der Ästhetischen Erziehung und Kunst: Exchanging Expertisen: Fortbildungen als Synergie- und Vernetzungsmöglichkeit zwischen Schule und Hochschule.
  • 20.7.16 Abschluss, Resümee