Kategorie-Archiv: 2016 SOMMER

home/migration: AUßERHÄUSLICHE EMPFEHLUNG

Filmreihe Kino & Migration #2: for the right to have rights

Eröffnung am 1.12.2016, 20 Uhr, Filmclub 813 | Workshop mit dem äthiopisch-italienischen Filmemacher Dagmawi Yimer

bild_migrationVom 1. bis zum 11. Dezember 2016 veranstaltet der Filmclub 813 eine Reihe zum Thema Flucht & Migration, die die aktuellen Migrationsbewegungen in den Blick nimmt und darüber hinaus Klassiker der 1960er Jahre zeigt.

Eröffnet wird die Reihe am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 um 20 Uhr, mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Io sto con la sposa“ (Auf der Seite der Braut; Regie: Gabriele Del Grande u.a., 2014), der aus einer aktivistischen Praxis heraus entsteht und eine als Hochzeit getarnte „illegale“ Reise syrischer und palästinensischer Flüchtlinge erzählt.

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READING LIST BB9

Reviews:

Archey, Karen: 9th Berlin Biennale for Contemporary Art. Online: hier (12.6.2016).

Arend, Ingo: Die Bastardisierung der Kunst. Die 9. Berlin Biennale löst die Grenzen zwischen Kunst und Werbung, PR und Engagement auf – In: Kunstforum, Bd. 241, S. 202-207. PDF

Batycka, Dorian: The 9th Berlin Biennale: A Vast Obsolescent Pageant of Irrelevance. Online: hier (24.6.2016).

Bisello, Piero: Berlin Biennale 2016: last goodbye to the prematurely dead post-internet label. Online: hier (7.6.2016).

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Semesterthema: home/migration

Ein wesentliches Merkmal unserer Zeit ist die durch Migrationsprozesse veränderte Gesellschaft. Nicht nur Menschen migrieren, auch Medien und Kulturgüter- oder techniken zirkulieren. Dabei entstehen hybride Lebensformen und Kulturen, die die nationalstaatliche Ordnung und einheitliche Identitätskonzepte in Frage stellen. Auch für die Künste und die Kunstpädagogik ergeben sich auf der Folie der Migrationsgesellschaft neue Herausforderungen, die die Fachdisziplinen insgesamt betreffen. Welche Potentiale kunstdidaktischer, kunsttheoretischer oder kulturwissenschaftlicher Positionen und Praktiken lassen sich für die Entwicklung von didaktisch-methodischen Ansätzen im Kontext einer transkulturellen Kunstpädagogik entfalten? Wie verändert sich unser Verhältnis von Ich und Welt auf der Basis einer postmigrantischen Realität? Welche Narrative, Repräsentationen, Raumkonfigurationen oder Konzepte von Heimat dominieren oder gilt es wie zu beschreiben, zu kritisieren, gegen den Strich zu bürsten?

Im Wintersemester widmet sich das Projekt Arts Education in Transition unter dem Label home/migration diesen und vielen anderen Fragen. Wieder finden Kooperationen mit außeruniversitären Partnern statt, etwa mit dem Forum Freies Theater (FFT) in Düsseldorf oder dem Schauspiel Köln, die jeweils eine Lehrveranstaltung anbieten, mit dem Ziel, vertiefende Maßnahmen zwischen Kunst, Wissenschaft und Schule zusammen zu entwickeln.

Weitere Informationen zum Semesterthema hier: http://kunst.uni-koeln.de/aeit/home_migration/ und auf der Seite des Instituts http://kunst.uni-koeln.de

Weitere Informationen dazu und alle Seminare mit direkter Verlinkung zu KLIPS findet ihr hier!

Überlegungen zum Technisch-Erhabenen

Edward Mutbridge: Horse in Motion (1878)

Edward Mutbridge: Horse in Motion (1878)

Neben das Natur-Erhabene tritt im Zuge der technischen Innovationen der Moderne eine weitere ästhetische Kategorie: Das Technisch-Erhabene. Die Verschiebungen und einige Spielformen des Technisch-Erhabenen präsentierte Julia Kohlhaas am 6.7.16 im Rahmen des Seminars „Sublima16 – Transzendenzen, Awesomeness, Liebe & ctrl-Verlust“.

Präsentationsfolien: PDF

Textgrundlage: Bartels, Klaus: Über das Technisch-Erhabene. In: Christine Pries (Hg.): Das Erhabene. Zwischen Grenzerfahrung und Größenwahn. Weinheim: VCH, Acta Humanoiora, 1989. 295-316.

Judith Butler – human condition (Vorträge in Köln)

20.06.2016 | 19.30 Uhr | Universität zu Köln | Aula der Universität | Hauptgebäude |
1. Vorlesung: „Die Ethik und Politik der Gewaltlosigkeit“ (öffentlich)

22.06.2016 | 19.30 Uhr | Universität zu Köln | Aula der Universität | Hauptgebäude |
2. Vorlesung: „Verletzlichkeit und Widerstand neu denken“ (öffentlich)

Judith Butler ist in Köln. Wir gehen hin oder treffen uns da. 😉
Vom 20. bis zum 23. Juni 2016 hält sie als Albertus-Magnus-Professorin 2016 an der Uni Köln zwei Vorlesungen und zwei Seminare. Während die Plätze in den Seminaren nur auf Bewerbung vergeben wurden, sind die Vorlesungen kostenfrei und offen für alle. Auch für unseren Kontext sind ihre Veröffentlichungen wichtige Ausrichtungsgrößen, nicht zuletzt, weil heftige Proteste, wegen ihrer Haltung zur Israel-Politik, auf ihre Auszeichnungen mit dem Theodor W. Adorno Preis folgten. Judith Butler bezieht ihre Arbeit zu „Körper von Gewicht“ darüber hinaus aber auch regelmäßig auf die gegenwärtigen Machtstrukturen und damit einhergehenden Migrationsprozesse und deren Integrationslogik.

zum Anlesen:
http://www.aibr.org/antropologia/04v03/criticos/040301b.pdf
http://www.signsofthetimes.org.uk/asylum[textonly].html

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Berlin Biennale 9 – Die KünstlerInnen

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Die 9. Berlin Biennale hat es bisher spannend gemacht. »Was ist das Thema?« und »Wer sind die Künstler?« war bis vor wenigen  Tagen nicht mehr als Spekulation. Seit es die Website gibt, war klar: 120 KünstlerInnen, ein Gemälde und …  Seit gestern gibt es die Liste: 69 bis Anne de Vries! 

Jetzt nimmt man sich am besten ein paar Tage für die Recherche frei, um herauszufinden, was hinter den Namen steckt. Unter den Namen finde sich viele neue Bekannte aus den letzten Top-Ausstellungen und Beiträgen zur Kunst nach dem Internet. Hier gehts zur Liste  auf der Seite der Berlin Biennale. Zur gemeinsamen Recherche arbeiten wir mit diesem google-Doc.

»Fear of Content« – Orte der 9. Berlin Biennale (Teil I: Online)

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Cajsa von Zeipel: Pony Tails: To Live Play Move and Clash as She Will, 2014.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Überfluss gibt es aber nicht nur an materiellen Gütern, sondern Überfluss generiert sich für uns Digital Natives auch (oder vielleicht vor allem) aus der  Fülle an verfügbarer Information. Diesem Zustand widmet sich die neue digitale Plattform der 9. Berlin Biennale Fear of Content. 

»Die Vergiftung durch den permanenten Fluss von Inhalten, die unbedingt gelesen werden müssen, ist mittlerweile ein Zustand, der unser tägliches Leben definiert.«, heißt es im Newsletter der 9. Berlin Biennale, der sich selbst sowie den neuen Feed ebenso als Teil des riesigen Content-Stroms reflektiert. Fear of Content ist »ein kontinuierlich aktualisierter Feed aus Aufsätzen, Interviews, digitalen Projekten, Inhalten und nochmal mehr Inhalten« und er »startet genau jetzt, mit dem Lesen dieses Newsletters. Somit wieder aktualisieren. Oder abmelden, siehe unten.« Der Begriff Fear of Content ist aus Rob Hornings wegweisenden Aufsatz Die Furcht vor dem Inhalt (2015) entwendet, in dem er Susan Sontags Kunst und Antikunst (1966) absichtlich fehlinterpretiert, um die Relationen zwischen Inhalt und Form im Internet State of Mind zu untersuchen.

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Shots of Awe

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Über 9 Millionen Views verzeichnen Jason Silvas Mikro-Dokumentationen Shots of Awe, die nun seit mehr als drei Jahren im Netz zirkulieren. Sie handeln von den großen Themen der Gegenwart: Kreativität, Innovation, das Verhältnis von Mensch und Technologie, Zukunft, Metaphysik, Existenz. Silva selbst nennt seine Videos »philosophical espressos«. Zeitgemäße Philosophie sei das Ziel: »Philosophy, Science and Art for the YOUTUBE generation.« (Jason Silva). Sein unakademischer Gestus erhebt den Anspruch, in und für die Lebenswelt des 21. Jahrhunderts Philosophie zu betreiben, ganz ohne Philosophiegeschichte. Nicht mit der Gewalt schwer verständlicher philosophischer Begriffe und Ismen arbeiten Silvas Videos, sondern mit einer dramaturgischen Gewalt von Sprache, Bildern und Musik.

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