Archiv für den Autor: Konstanze Schütze

TECHNOSPHERE NOW!

Photo: Andreas Meichsner via hkw.de

Ein Forschungsprojekt mit Ausstellungen und Symposien des Haus der Kulturen der Welt in Berlin:

Much of the twentieth-century celebrated technology as a way to fulfill dreams of global unity and human control. But somehow these dreams morphed into a disorienting composition of technics, nature, human and non-human actors. In our current age of climate change, bioengineering, and communications at the speed of light, technology increasingly takes it place amidst the earthly and biological forces formerly known as nature. How did we end up in this world of technological vertigo? What kind of agency and outlook is equal to its challenges? The dilemma of global technology and its identity will be the main theme of THE TECHNOSPHERE, NOW, a multiday showcase investigating origins and future itineraries of this technical world.

Scientists coined the term technosphere to describe the mobilization and hybridization of energy, material, and environments into a planetary system. But where is that ominous technosphere to be found? How does it impact the everyday passions and experiences of humans, animals, a nation, or an ecosphere? These and other questions will be addressed in lectures, dialogues, and performances investigating the hybrid networks of the technosphere, today. This event kicks off a larger series of international events, seminars, and conferences that will take place at HKW over the next four years.

Research: DEEPEST UNDEERGROUND ART EXHIBITION

Pakui Hardware, LOST HERITAGE, 2015 (photographed on the DEAP 3600 detector) via artviewer.org

„DEEP SKIN, the deepest underground art exhibition in history, took place at the Sudbury Neutrino Observa- tory (SNOlab), a particle physics research laboratory situated 2100 meters underground in Northern Ontario, Canada. The lab’s extreme underground location in the Creighton Nickel Mine (the world’s second deepest mine outside of South Africa) is situated so as to shield sensitive experiments from cosmic rays and background radiation, essential for studying subatomic particles such as neutrinos. Overall, the facility has a muon fux of less than 0.27 μ/m² per day.“

Artists: Pakui Hardware, Dorota Gaweda + Egle Kulbokaite, Paul Barsch,  Blunt + Skensved, Agatha Valkyrie Ice (Clémence de La Tour du Pin, Dorota Gaweda + Eglė Kulbokaitė), Bitsy Knox + Christian Tonner, Martin Kohout, Visualize→Actualize,  Antoine Renard, and TROI OI (Nhu Duong + Sung Tieu)

Exhibition title: DEEP SKIN, Curated by: Grégoire Blunt and Emmy Skensved, Venue: Sudbury Neutrino Observatory (SNOlab), Sudbury, Canada, http://deepsk.in/, Date: August 14, 2015 – August 14, 2016

weiter bei artviewer.org

Research: Industrial (R)Evolution

Has the importance of the Industrial Revolution been overstated? In a word, yes. But that’s not because industrialization wasn’t a transformative force in world history. Rather, it’s because industrialization is better thought of as an evolution rather than a revolution. Unlike the political revolutions that accompanied the Industrial Revolution temporally—namely the American, Haitian, and French—industrialization didn’t take place as a discrete set of events linked in time and space, nor was it an intentional process.  The development of efficient steam and coal power, machine-assisted labor, mass consumer markets, and other traditional hallmarks of the Industrial Revolution was indeed a significant break with the past. But this fact often leads us to forget how much the technological and societal changes that took place in Western Europe in the late eighteenth and early nineteenth centuries were mirrored in other times and places. …

weiter bei AEON und „Has the importance of the Industrial Revolution been overstated?“

Supercommunity: ART after the Machines

 

supercommunity.eflux

If we were to begin with the assumption that art has alwaysexisted, and try to explain its givenness, then we would have tocreate a concept of art that fits within the set of existing artworksand their histories. However, if we instead begin by developing aconcept of art as a condition in order to understand whether anew kind of art is possible, then we could very well find out thattoday, much of what is taken to be art simply isn’t. If we are tohang onto anything that might be called or resemble art, ourefforts have to include not only understanding what art is, but alsowhat art does, and even more importantly what it ought to […]

read more about here: http://supercommunity.e-flux.com/topics/art/
über das project: http://supercommunity.e-flux.com/texts/supercommunity/

 

Arbeitsauftrag I / 10.06.2015: What does it mean to be transhuman?

Arbeitsauftrag II / zum 10.06.2015:

Welcher Teilaspekt des POST/INHUMANEN/SUPERHUMAN und welche künstlerische oder kunsttheoretische Auseinandersetzung interessiert sie besonders?
Formulieren Sie eine These oder Fragestellung zu der Sie eine Ausstellung planen wollen würden. Wählen Sie Künstlerbeispiele und künstlerische Arbeiten aus, die Sie in diesem Zusammenhang in einer (momentan noch) fiktiven Ausstellung besonders interessant finden würden. Geben Sie Gründe an.

Präsentieren Sie Ihre Überlegungen kurz und konzise im Seminar.
(Senden Sie bis 08.06.2015 bitte eine erste Skizze per Email an konstanze.schuetze@uni-koeln.de)

Links zu Themen und Ausstellungen finden sie unter dem Eintrag hier.

Text 5: Hoffmann: Ten Fundamental Questions of Curating

Arbeitsauftrag II / zum 10.06.2015:

Text 5: Jens Hoffmann (ed.): Ten Fundamental Questions of Curating. Milan: Mousse Publishing, 2013.
Text 5

1. What is a Curator?
2. What is the Public?
3. What is Art?
4. What About Collecting?
5. What is an Exhibition?
6. Why Mediate Art?
7. What to do with the Contemporary?
8. What about Responsibility?
9. What is the Process?
10. How about Pleasure?

Bitte bearbeiten Sie Ihren Abschnitt verstärkt. Filtern sie wichtige Thesen, Zitate und Fragen aus dem Text und bereiten Sie diese für die anderen Seminarteilnehmer_innen auf.

 

Text 4: Post-Digital. Wo Stehen wir?

Arbeitsauftrag I / zum 20.05.2015:

Text 4: Frenzel, Sebastian: Wo stehen wir? In: Monopol Magazin. Die Neuen, Nr. 08/2014, S. 35-70

Text 4

Fragen:

  1. Der Autor / Wer ist der Autor? Welchem Diskurs lässt er sich zuordnen?
  2. Zum Text und Thema / Was ist eine/r KuratorInnen // Das Kuratieren / Ausstellen / Künstler / Kunst: Welche Thesen werden aufgestellt? Welche anderen Begriffe, Bezüge, Akteure spielen eine Rolle?
  3. Zur Struktur / Welcher Struktur folgt der Text? Welche inhaltlichen Einheiten lassen sich identifizieren? Markieren sie die Abschnitte und finden Sie „Arbeitstitel für die einzelnen Teile“?

Auftrag: 5 – 8 Schlüsselbegriffe/Personen/Artefakte/Veröffentlichungen aus dem Text identifizieren und eine kurze fundierte Definition/Erklärung/Information auf einer Karte (Format, A6) zusammenfassen.

Achtung: Mit diesen Karten wird im Seminar weiter gearbeitet. Bitte klären Sie die Begriffe und nutzen Sie dazu unterschiedliche offline und online Quellen. Geben Sie diese an!

Kurator als Medium

freitag.de // Hans Ulrich Obrist

freitag.de // Hans Ulrich Obrist

Hans Ulrich Obrists neues Buch liefert das zeitgemäße Bild des Ausstellungsmachers – und passt zum Streit um die neue Leitung der Berliner Volksbühne // Sie war noch ein Gerücht, die Wahl eines Kunstkurators zum Intendanten eines bedeutenden hauptstädtischen Theaters, da verkündete ein bekannter Kunstsammler, eine solche Wahl wäre „das Beste, was passieren könnte für Berlin“. Ob sie’s dann auch fürs Theater wäre, war nicht so wichtig. Nur im Hintergrund wurde die Frage gestellt, ob die Gründe für eine derartige Entscheidung, ganz unabhängig von der unbestrittenen Qualifikation des Kurators, vor allem in Motiven des Standortmarketings zu suchen waren.

Gemessen an der Medienaufmerksamkeit, offenbar gelenkt durch gezielte Indiskretionen, gemessen am Aufmerksamkeitswert der Namen, die zwei Jahre vor Beginn der Intendanz schon in Umlauf gebracht wurden, darf man sagen: mission completed. Die Personalie Chris Dercon macht den politischen Einfluss deutlich, den der Kunstkurator mittlerweile erlangt hat: keine Aufgabe zu klein; nichts, was ihm nicht zugetraut wird. Für eine durch Demografie und leere Kassen stark verunsicherte politische Klasse stellt der Kunstkurator eine neue Versicherung dar, dass man auf die Unterstützung meinungsbildender Leute und Medien ebenso zählen kann wie auf ein mit den richtigen Namen bestücktes Telefonbuch. Der Kunstkurator dämpft die Angst vor der Kunst, vor der „Wut eines Einzelnen, der sich ins Halbdunkle einer Höhle zurückgezogen hat“ (der scheidende Intendant im Gespräch). Er verkörpert die Hoffnung, dass es flutscht mit der Kreativwirtschaft. Er ist ein Versprechen auf Ordnung in einer zunehmend unverständlicheren Welt. Je verstörender zeitgenössische Kunst, desto dringlicher das Bedürfnis nach Erklärung und Orientierung durch Diskursmaschinen. // weiter mit lars-henrik-gass bei  freitag.de 

Training 2.2 „Fragen an Kuratoren“

Kuratorinnen operieren also in Zeit und Raum, um etwas in ein Verhältnis zu setzen anzuordnen, zu veröffentlichen, zu versammeln, zu zeigen, zu erzählen, zu ermöglichen oder verhandelbar zu machen. (Sternfeld 2013)

Gegenkanonisierung
1. Sehen Sie sich als Teil einer neuen Avantgarde?
2. Sehen Sie sich als Metakünstler oder Postproductor?

Handlungsraum
3. Wie minimieren Sie eigene, subjektive strukturelle Mechanismen, wie z.B. Bewertung, Wissen, Glaube?

educational turn in curating
4. Haben Sie den Anspruch, dass ihr Publikum was lernt?
5. Wie machen sie das möglich ohne dass Sie belehrend ein (vorher festgelegtes) Deutungsmuster vermitteln?

1) reflexive turn
– Wie berücksichtigen Sie in ihrer Ausstellung (räumlich) den „reflexive turn“?
– Welche Rolle spielt der Besucher bei der Konzeption der Ausstellung?

2) Gegenkanonisierung
– Warum ist es wichtig „Tabu-Themen“ auszustellen?
– Wie sind die Unterschiede zu einer „normalen Ausstellung“ zu einem gleichen Thema?

3) Emanzipatorische Bildung
– Wie genau sieht „Lernen“ als Prozess der Begegnung aus?
– Wie kann „das Unerwartete“ aussehen?

Welchen Fragestellungen müssen Sie sich bei der Reflexion Ihrer Ausstellung stellen?
Sehen Sie den Ausstellungsraum als offenen Handlungsraum? Wenn ja, warum?
Welche Reaktionen haben Sie erwartet, welche Reaktionen haben Sie überrascht?
Was sind die Vor-und Nachteile bei der Arbeit im Kollektiv?
Welche Reaktionen wünschen Sie sich von Ihrem Publikum?
Wie können Sie es mit sich vereinbaren, Aussagen von Künstlerinnen und Künstlern in Form von Werken in ihren eigenen, von Ihnen selbst gewählten Kontext zu stellen?

1. Inwiefern werden in der Contact Zone gleichwertige Partizipationsmöglichkeiten für alle TeilnehmerInnen hergestellt?
2. Welche Rolle spielt Pluralität innerhalb der Gegenöffentlichkeit einer Info-Ausstellung?
3. Welche kuratorischen Paradigmen sind zu beobachten?
4. An welchen Phänomenen wird der educational turn in curating konkret sichtbar?
5. Wie können Leerstellen in Ausstellungskonzepten bewahrt werden, um den Diskurs anzuregen?