Training 2.2 „Fragen an Kuratoren“

Kuratorinnen operieren also in Zeit und Raum, um etwas in ein Verhältnis zu setzen anzuordnen, zu veröffentlichen, zu versammeln, zu zeigen, zu erzählen, zu ermöglichen oder verhandelbar zu machen. (Sternfeld 2013)

Gegenkanonisierung
1. Sehen Sie sich als Teil einer neuen Avantgarde?
2. Sehen Sie sich als Metakünstler oder Postproductor?

Handlungsraum
3. Wie minimieren Sie eigene, subjektive strukturelle Mechanismen, wie z.B. Bewertung, Wissen, Glaube?

educational turn in curating
4. Haben Sie den Anspruch, dass ihr Publikum was lernt?
5. Wie machen sie das möglich ohne dass Sie belehrend ein (vorher festgelegtes) Deutungsmuster vermitteln?

1) reflexive turn
– Wie berücksichtigen Sie in ihrer Ausstellung (räumlich) den „reflexive turn“?
– Welche Rolle spielt der Besucher bei der Konzeption der Ausstellung?

2) Gegenkanonisierung
– Warum ist es wichtig „Tabu-Themen“ auszustellen?
– Wie sind die Unterschiede zu einer „normalen Ausstellung“ zu einem gleichen Thema?

3) Emanzipatorische Bildung
– Wie genau sieht „Lernen“ als Prozess der Begegnung aus?
– Wie kann „das Unerwartete“ aussehen?

Welchen Fragestellungen müssen Sie sich bei der Reflexion Ihrer Ausstellung stellen?
Sehen Sie den Ausstellungsraum als offenen Handlungsraum? Wenn ja, warum?
Welche Reaktionen haben Sie erwartet, welche Reaktionen haben Sie überrascht?
Was sind die Vor-und Nachteile bei der Arbeit im Kollektiv?
Welche Reaktionen wünschen Sie sich von Ihrem Publikum?
Wie können Sie es mit sich vereinbaren, Aussagen von Künstlerinnen und Künstlern in Form von Werken in ihren eigenen, von Ihnen selbst gewählten Kontext zu stellen?

1. Inwiefern werden in der Contact Zone gleichwertige Partizipationsmöglichkeiten für alle TeilnehmerInnen hergestellt?
2. Welche Rolle spielt Pluralität innerhalb der Gegenöffentlichkeit einer Info-Ausstellung?
3. Welche kuratorischen Paradigmen sind zu beobachten?
4. An welchen Phänomenen wird der educational turn in curating konkret sichtbar?
5. Wie können Leerstellen in Ausstellungskonzepten bewahrt werden, um den Diskurs anzuregen?

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