Morbus sensum | Ergebnisse aus dem Seminar “Urban Games”

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Im Seminar Urban Games wurde durch das Element Spiel im öffentlichen Raum ein Dialog zwischen Mensch und Ort angeregt. Passant*innen werden zu Beobachter*innen, oder werden aktiv mit einbezogen. Orte werden auf neue Art wahrgenommen und gemeinsam wird die Stadt gestaltet und erlebt. Das Fremde wird vertraut.
Anhand von Basis-Theorie, Forschungsansätzen, zahlreicher Beispiele, eigenem Game Design und gelebter Praxis wurden im Sommersemester 2016 unter der Leitung der Dozent*in Gabi Linde u. A. verschiedene Aspekte und Ästhetiken des globalen Trends Urban Gaming beleuchtet – vom auf die Strasse gebrachten Computerspiel über Kunstperformances und Kulturevents bis hin zu weltweiten Spielefestivals. Und auch die Seminarteilnehmer*innen aus den Studiengängen Kunst und Ästhetische Erziehung tauchten selbst spielerisch in die Vielfalt der Urban Games ein. Am Ende des Seminars haben die Studierenden künstlerisch-forschend ihr eigenes Urban Game „Morbus sensum“ entwickelt und im öffentlichen Raum mit einem Publikum erprobt.

“Morbus sensum”
In einer nahen Zukunft wird Menschheit von einer schrecklichen Gefühlskrankheit geplagt, die Gefühle der Menschen auffrisst – Morbus sensum (lat. morbus= Krankheit – sensum= Gefühl). Zwei gesunde Ärzteteams haben ein Gegenmittel erfunden, um die Menschheit zu retten. Doch welches Team das Gegenmittel auf den Markt bringen darf, um weltweites Renumé zu erlangen, entscheiden die von der Regierung geforderten Stichproben von Infizierten. Dies gewährleistet die Marktfähigkeit. Welches Ärzteteam zuerst die Stichprobenvorgaben in der benötigten Relevanz erbringt, z.B. Abfolge von vier Zahlen, die hintereinander stehen wie Schuhgröße: 38, 39, 40, 41, wird in einer fulminanten Zeremonie geehrt.

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