Wer waren wir? Wer sind wir? Wer werden wir sein? Welche Rollen gestalten wir und warum? In diesem Workshop geht es um die Frage von Zuschreibungen und Selbstwahrnehmung der sexuellen Identität bezogen auf normal und unnormal, bekannt und fremd, richtig und falsch, also ums Frau-Sein in einer binären Logik und im patriarchalen Feminismus. Es geht um die Betrachtung Frau zu sein aus einer migrantisch weiblichen Perspektive. Es geht um Fragen von Wert und Ausdruck, um Mittel und Wege der Sichtbarkeit in einer postdigitalen Gesellschaft. Es geht um den Schaffensprozess, die Aktivität, künstlerische Produktivität, indem wir zusammen produktorientiert Ergebnisse als Videos festhalten, jedoch zugleich kapitalistische Verwertbarkeit im Hinblick auf eine bestehende extrem dynamische Wirtschaft und Arbeitszukunft hinterfragen. Frau vs. Ich-AG. Und es geht auch um die Frage der Selbstbestimmung: Wer werden wir als Frauen, wenn wir unser Frau-Sein selbst bestimmen? Wir suchen nach Zukunftsvisionen des Frau-Seins 4.0 in einer extrem diversen, hochtechnisierten und globalisierten Kultur.

Der Workshop wird geleitet von: Idil Baydar


Foto: ©Patrick Knoch