Karl-Josef Pazzini: Setting, Stimmung, Transindividualität. “Happy Go Lucky” (M. Leigh)

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Mi, 21.05.2014 | 16:00 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Im Film von Mike Leigh „Happy Go Lucky“ von 2008 ist die die Hauptfigur, Pauline, genannt Poppy, Lehrerin und auch Schülerin, Fahrschülerin und Flamencoschülerin. Diese Überschneidungen sind produktiv für die Forschung zur Frage: Was ist denn ein_e Lehrer_in? In dem Film kommen mindestens drei bis vier unterschiedliche Lehrertypen vor. Ein bis zwei davon sind ziemlich genau mit einem Typos von Kunstpädagogen in Verbindung zu bringen. Und der Film bringt strukturell zur Darstellung, was denn Übertragung als Grundzug von Lehren und auch von Lernen ist. So ist er Forschung und Lehre. Aber nicht einfach nur so. Erst durch den Einsatz.

Zunächst gibt es einen Vortrag auch mit kurzen Filmausschnitten. Und Gespräch.
Dann den ganzen Film.

16:00 Vortrag, anschließend Gespräch bis 17:30
17:45 bis 19:45 Film “Happy Go Lucky”

Karl-Josef Pazzini: Prof. für Bildende Kunst & Erziehungswissenschaft (Universität Hamburg), Psychoanalytiker in eigener Praxis (Berlin & Hamburg), Arbeit an: Bildung vor Bildern, Psychoanalyse & Lehren, psychoanalytisches Setting, unschuldige Kinder, Übertragung & Grenze des Individuums. Siehe auch http://mms.uni-hamburg.de/blogs/pazzini, http://freudlacan.de, http://psybi-berlin.de, http://pazzini-psychoanalyse.de

Michael Seemann (@mspro): Das neue Spiel – Nach dem Kontrollverlust

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Do, 15.05.2014 | 18:00 – 19:30 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Als die US-Regierung 2010 die Kontrolle über Daten ihrer Botschaft und ihrer Streitkräfte verlor, waren wir voller Hohn. Als der Bundesminister Freiherr zu Guttenberg über eine im Netz organisierte Auswertung seiner Doktorarbeit stolperte, waren wir schadenfroh. Doch seit Snowden wissen wir, dass auch wir voll betroffen sind. Der Kontrollverlust macht keinen Unterschied zwischen Minister, Weltmacht und Privatperson. Er ist das Paradigma dieses Jahrzehnts.

Der Kontrollverlust ist das Scheitern an falschen Erwartungen. Unser Handeln basiert immer noch auf der Erwartung einer Kontrolle, die es längst nicht mehr gibt. Daten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt, finden Wege, die wir nicht für möglich hielten und sagen Dinge aus, auf die wir nie gekommen wären. Mit anderen Worten: Wir wurden in ein neues Spiel geworfen und niemand hat uns die Regeln verraten.

Michael Seemann, geboren 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv. Er gründete twitkrit.de und die Twitterlesung, organisierte verschiedene Veranstaltungen und betreibt den populären Podcast wir.muessenreden.de. Anfang 2010 begann er das Blog CTRL-Verlust zuerst bei der FAZ, seit September auf eigene Faust, in dem er über den Verlust der Kontrolle über die Daten im Internet schreibt. Normal bloggt er unter mspr0.de und schreibt unregelmäßig für verschiedene Medien wie RollingStone, ZEIT Online, SPEX, SPIEGEL Online, c’t und das DU Magazin. Er hält Vorträge an Universitäten und wissenschaftlichen Konferenzen zu seinen Themen “Kontrollverlust” im Internet, “Plattformneutralität” und der “Queryology“.

Tom Braun: Auf dem Weg zur Kulturschule? Mit Kunst und Kultur den Lebensort Schule gestalten

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Di, 06.05.2014 | 16:00 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Schule ist für Kinder und Jugendliche mehr als ein Ort der Qualifikation und Ausbildung – neben Familie und Peers ist sie ihr zentraler Lebensort: Denn gerade in Zeiten der Ganztagsbildung verbringen Jugendliche und Kinder hier den Großteil ihres Tages.
Durch die Sicht auf Schule als Lebensort wird auch die Frage nach der Schulqualität neu gestellt: Schule ist ein Ort vielfältiger sozialer und kultureller Praktiken, an denen alle in der Schule lernenden und arbeitenden Menschen beteiligt sind. Immer mehr Schulen beziehen daher zunehmend Möglichkeiten ästhetisch-kultureller Praxis ein, um ihre Schulkultur durch neue Handlungs- und Lernräume bewusst zu gestalten. Als Schulen mit kulturellem Profil verankern sie ästhetisch-kulturelle Praxis in allen Bereichen des Schullebens und nutzen Fragen der kulturellen Bildung für ihre Qualitätsentwicklung.
Die Erfahrungen zeigen: Der Weg zur Kulturschule stellt die Fachkräfte vor zahlreiche Herausforderungen. Wie lassen sich Abläufe des Schulalltags und Prozesse ästhetisch-kultureller Praxis mit einander verbinden? Welche strukturellen Voraussetzungen und Haltungen müssen gegeben sein, um mit Kunst und Kultur den Lebensort Schule nachhaltig gestalten zu können? Welche Rolle spielen Künstler_innen und Kulturpartner_innen in einer Schule mit Kulturprofil?
Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) hat in den letzten Jahren zahlreiche Schulen begleitet und das Konzept einer kooperativen Kulturschule entwickelt. In seinem Vortrag stellt Tom Braun Erfahrungen aus der Arbeit der BKJ vor und gibt Einblick in die Praxis der kulturellen Schulentwicklung.
Tom Braun ist Geschäftsführer der BKJ, dem Dach- und Fachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland. Seine Arbeits- und Forschungsgebiete liegen in der Ästhetik- und Bildungstheorie, der Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung sowie der Kulturellen Schulentwicklung.

www.bkj.de
www.kultur-macht-schule.de

Offene Werkstatt im .mbr

Die offene Werkstatt im .mbr ist dieses Semester zu folgenden Zeiten für Sie geöffnet:
Montag: 10:00–14:00
Dienstag: 10:00–16:00
Mittwoch: 10:00–12:00 & 14:00–16:00
Donnerstag: 13:00–14:00

Am Donnerstag können Sie für Ihre Projekte technische Geräte (wie z.B. Kameras) über das Wochenende ausleihen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an medienbildungsraum@uni-koeln.de

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Liste der freien Plätze in den Seminaren [ÄE - Kunst - Intermedia]

Bei Interesse an einer bestimmten Veranstaltung, für die Sie in KLIPS nicht zugelassen sind, ist es zu empfehlen, einfach zum ersten Veranstaltungstermin zu kommen. Oftmals ist es möglich, dass die DozentInnen Sie nachträglich aufnehmen und zulassen.

Ansonsten finden sie hier eine Liste mit allen Seminaren, in den Studiengängen Ästhetische Erziehung, Kunst und Intermedia, in denen noch freie Plätze sind.

Freie Seminarplätze: Hi there!?

Kit

64166 Hi there!?
Künstlerisch- und ethnologisch-forschende Zugänge zur Kommunikation mit dem „Anderen“

Antje Breitkopf, Julia Ziegenbein

Zeit//
Do 16-19:30

Ort//
Universität zu Köln HF Block B R 235 und KIT-Ausstellungsraum, Mannesmanufer 1b, 40213 Düsseldorf

Seminarplan//
Do 24.04. Einführung, Universität zu Köln HF Block B R 235
Sa 26.04. Exkursion ins KIT, Mannesmanufer 1b, 40213 Düsseldorf
Do 08. u. 15.05. Planung und Entwicklung der Forschungsprojekte
Do 12. u. 26.06. Auswertung der erhobenen Daten, Zwischenpräsentation
und Konzeption der Projektpräsentation/Vermittlungsaktion
25.09. – 30.09. Ausstellung im KIT

Wer wird warum als “fremd” bezeichnet? Und wodurch wird jemand als “anders” wahrgenommen?
Woran wird etwas zum “Unterschied” und wie kann über körperliche und/oder geistige Barrieren sowie über sprachliche und/oder kulturelle Grenzen hinweg kommuniziert werden?

Die (kunst-)pädagogisch hochrelevante Frage nach dem “Anderen” wirft insbesondere bei einer kultur-anthropologischen Betrachtung immer auch die Frage nach dem Eigenen und der Grenze zwischen diesen beiden (veränderlichen) Zuständen auf. Möglichkeiten zur Erfahrung des “Anderen” halten insofern nicht nur Begegnungen mit “Fremden” für uns bereit, sondern lassen sich auch im Verhältnis zu uns selbst (er-) finden.

Von der Beobachtung des eigenen Handelns, des Kommunizierens und sozialen Erfahrungen ausgehend, werden wir uns in Gruppenarbeit den Themen “Fremdheit” und “Kommunikation” mit ethnologischen und künstlerischen Methoden nähern, Mechanismen der Inklusion und Exklusion untersuchen und uns ein möglichst vielfältiges Spektrum an (non-)verbalen und (über-)sinnlichen Kommunikationsformen erschließen.
Nicht nur die Orientierung an aktuellen (kunst-)pädagogischen Positionen und künstlerischen Konzepten und Strategien, sondern insbesondere auch die Auseinandersetzung mit ethnologischer (oder kultur-anthropologischer) Methodologie bietet hierbei vielfältige Wege der Annäherung an kulturell geprägte Ausdrucksformen und Handlungsweisen im Zusammenhang mit “Fremdheit”.
Außerdem ist die Ethnologie eine Wissenschaft, die verschiedenste mediale Aufnahme-, Darstellungs- und Repräsentationsformen nutzt und sich damit in einem Bereich zwischen Wissenschaft und Kunst bewegen kann.

Die sich im Rahmen der interdisziplinären Veranstaltung entwickelnden Forschungsprozesse wollen wir letztlich für ein öffentliches Publikum im Rahmen der jährlich im Düsseldorfer Ausstellungshaus KIT (http://www.kunst-im-tunnel.de) stattfindenden mehrtägigen Veranstaltungsreihe ”Kommunikation im Tunnel” erfahrbar machen.
Wobei die Idee der diesjährigen „Kommunikation im Tunnel“ die folgende ist: Außerirdische sind gelandet. Studierende der Kunst und der Ästhetischen Erziehung haben die Möglichkeit, über das KIT als Kommunikationszentrale in Kontakt mit den Aliens zu treten und ihnen den Erdenbewohner “Mensch” in seiner Vielfalt zu präsentieren.

Auf der Basis der im Rahmen der Veranstaltung gesammelten Forschungsdaten kann dies z.B. in Form von multimedialen künstlerischen Installationen und/oder performativen Kunstvermittlungsaktionen erfolgen, die unsere oder eine “andere” Kommunikation mit dem “Fremden” zum Thema haben, diese jeweils anregen, reflektieren und zum Anlass für neue Begegnungen werden können.

Die Firma: ART (of) Work / Works (of) ART

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Es gibt noch zusätzliche Plätze für Studierende der Kunst und der Ästhetischen Erziehung!!!

Dozentinnen// Konstanze Schütze, Julia Ziegenbein Zeit// FR 12-16h  Ort// LVR-InfoKom, Landschaftsverband Rheinland, Da Vinci Saal I + III, Ottoplatz 2, 50679 Köln

„Arbeit“ ist mit all seinen Komposita ein schwer zu beherrschender Begriff der sowohl in trivialen als auch politischen und ökonomischer Diskussionen viel bemüht wird. Im Wandel zu Informations- und Wissensgesellschaft expandiert die Arbeit in fast alle Bereiche des Lebens. So verlängern sich fast automatisch Konzepte digitaler und dezentraler Arbeit im Sinne einer digital boheme oder homeoffice workforce in unseren Alltag.
Anlässlich des diesjährigen LVRInfoKom-Kunstpreises  bietet die Veranstaltung die außergewöhnliche Möglichkeit, in Kooperation mit dem Systemhaus des Landschaftsverbands Rheinland künstlerische Forschungen zum Thema “Arbeit” zu unternehmen, in Orientierung an aktuellen künstlerischen Konzepten, Strategien und Verfahren zu entwickeln, öffentlich in den Räumlichkeiten der LVRInfoKom auszustellen und damit die Chance auf eine begehrte Auszeichnung wahrzunehmen.  

64165 Die Firma: ART (of) Work / Works (of) ART

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