Tag Archives: Kulturelle Bildung

call for papers: where the magic happens

where the magic happens
Bildung nach der Entgrenzung der Künste

Tagung in Kooperation des Instituts für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln und der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

11. bis 13. Juni 2015, Universität zu Köln

Die Künste haben das Gefängnis ihrer Autonomie verlassen. Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert reicht der Gegenstand künstlerischer Aktivitäten über die traditionellen Grenzen der Fächer Kunst, Musik, Tanz, Theater usw. hinaus in den medienkulturellen Alltag und bis ins wissenschaftliche Experimentieren hinein. Die Zuständigkeiten für das Wahre, Schöne und Gute sind unklar geworden. In einer von kultureller Globalisierung geprägten Welt konturieren sich Praktiken der Produktion von Bedeutung zwischen Künsten, Moral, Wissenschaft, Recht und Politik.
Mit dem postautonomen Verständnis von Kunst gehen zwei Bewegungen einher: zum einen wird im Zuge eines konsequenten Weltlichwerdens die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst destabilisiert, zum anderen vernetzen sich die Künste untereinander. Transzendentale Bezugspunkte für die traditionellen Sparten der Hochkultur gibt es nicht mehr. Nicht mehr im Ideal eurozentrischer Klassik, noch in der Reinheit des ungestörten White Cubes, Konzert- oder Theatersaals. Kunst findet statt im Global Contemporary. Im Hier und Jetzt und auf dem Boden alltagskultureller Tatsachen.
Das Tagungsvorhaben befasst sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und dem „magischen Potential“ der Bildung an/durch/mit den Künsten vor dem Hintergrund eines sehr deutlich erweiterten Begriffs von Kunst – fokussiert auf Performance, künstlerische Forschung und aktuelle Medienkultur.

Performance ist Experiment in und mit der Alltagswirklichkeit. Performer und Teilhabende machen außergewöhnliche Erfahrungen an den Grenzen des Üblichen. Wann und wie werden diese Erfahrungen ästhetisch, wann/wie sogar magisch? Was trägt solche prozesshaften Weisen des Erfahrens? Welche vorbildhaften performativen Formate und Methoden existieren in und zwischen bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Bildung und Politik?Wie werden die für ästhetische Erfahrungen konstitutiven Entgrenzungen des Subjekts bildend wirksam?

Künstlerische Forschung ist Welterschließung durch künstlerische Praktiken. Wie/wann/wo können künstlerische Prozesse als Erkenntnisprozesse verstanden werden? Können künstlerische Forschungsprozesse als zeitgemäße, weil den gegenwärtigen kulturellen Umweltbedingungen angemessene Form der Produktion, Anwendung und Kommunikation von Wissen gelten? Gilt das für professionelle Forschungs- und/oder/auch Bildungszusammenhänge?

Aktuelle Medienkultur ist die natürliche Umgebung der Generation C. Die Künstler und Kreativen beziehen sich nicht mehr auf ein Feld der Kunst als Hochkulturmuseum, sondern auf die globale Zeitgenossenschaft als die von allen geteilte Welt. Sie gehen um mit komplexeren Formen von Darstellung und hypermedialer Intertextualität als jede Generation zuvor. Wo und wie geschieht hier die Magie? Welche ästhetischen Erfahrungen ermöglicht Post-Internet Art? Wie funktioniert ästhetische Bildung im Internet state of mind?

Call for Ideas

Wir möchten diese (und damit zusammenhängende) Fragen im Rahmen einer dreitägigen Tagung mit Ihnen diskutieren. Wir freuen uns auf Vorschläge für Beiträge aus verschiedenen Wissenschaften und Künsten. Insbesondere gespannt sind wir auf Beteiligungen des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses.

Als Formen für Beiträge sind vorgesehen: Workshops, Präsentationen und Vorträge – explizit auch im Pecha Kucha Format.

Bitte senden Sie Ihre Skizzen, Abstracts und Ideen (max. 1-2 Seiten) bis spätestens bis 15.2.2015 per E-Mail an:

magie@kunst-medien-bildung.de

Torsten Meyer
Julia Dick
Peter Moormann

Wissenschaftliche Sozietät Kunst, Medien, Bildung: http://kunst-medien-bildung.de

Call for paper: als PDF: cfp_magic

Link

Workshops

Speziell für die Geschichte der Arbeitsmigration lässt sich sagen, dass kaum ein Bereich derartig von Beginn an visuell im gesellschaftlichen Diskurs präsent war wiedas Thema Migration, dieses gewann in diesem überhaupt seinen Begriff und seine Gestalt. Für Deutschland kann man auf das Foto von Armando Sá Rodriguez hinweisen, des sogenannten 1.000.000 Einwanderers, der 1964 am Köln-Deutzer Bahnhof mit einem Moped als Willkommensgeschenk begrüßt wurde. „Das Boot ist voll“ skizziert sehr bildlich eine andere Darstellungsweise von Migration, die durch die beliebte Verwendung als Begleitbild von Berichterstattungen durch die Presse bekannt ist.

Das Medium Bild beschreibt in diesem Zusammenhang nicht nur einen Gegenstand ästhetischer Erfahrung. Es entfaltet zudem ein gesellschaftlich einflussnehmendes Potenzial, dass Diskurse nicht nur abbildet, sondern auch maßgeblich schreibt. Dieser dokumentarische aber auch diskursive Charakter des Bildes wird zunehmend auch in den Sozialwissenschaften sowie von einer visuellen Migrationsforschung aufgegriffen und soll im Zentrum der diesjährigen Summer School stehen.
Welche Bedeutung haben Bilder innerhalb einer heterogene Gesellschaft und wie kann das Potenzial dieser auch für eine inklusive Bildungsarbeit nutzbar gemacht werden? Neun Forschungsprojekte haben sich mit diesen sowie weiteren Fragen beschäftigt und präsentieren in der Summer School die gewonnenen Ergebnisse.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link: http://www.hf.uni-koeln.de/36322

Workshops

Konferenz: The Public Commons and the Undercommons of Art, Education, and Labour

An International Conference hosted by the MA program Choreography and Performance (Gießen)

May 29 till June 1 2014

2174_facebook2One of the global tendencies that describes the current situation of the arts under the conditions of neoliberal capitalism is privatization and financialization, in which both the arts and education lose the meaning and the status of a public good. Using the pretext of austerity and strategies of neoliberal policy, the state is dismantled in its public sector, disowning the arts and education as common concerns. While, on the one hand, it goes hand in hand with the transformation of labor in post-Fordism, de-skilling and re-skilling which trains flexible subjects, and, on the other hand, it reflects the temporality and affective modes of project-based, intermittent and precarious work, this tendency plays out as a merge between art and education, leaning on art as research, or art as practice, to name a few concepts in recent debate. [continue reading at http://www.inst.uni-giessen.de/theater/de/forschung]

Tom Braun: “Auf dem Weg zur Kulturschule?”

Vortrag Tom Braun

Tom Braun (Geschäftsführer der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung, Dachverband für kulturelle Bildung in Deutschland) begeisterte gestern mit seinem Vortrag: „Auf dem Weg zur Kulturschule? Mit Kunst und Kultur den Lebensort Schule gestalten“ den mit Publikum, bestehend aus Lehrenden und Studierenden verschiedener Disziplinen, gefüllten Medienbildungsraum.
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Vortrag: Tom Braun: Auf dem Weg zur Kulturschule? Mit Kunst und Kultur den Lebensort Schule gestalten

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Di, 06.05.2014 | 16:00 Uhr
Block B | R 244 | Gronewaldstraße 2 | Köln

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Schule ist für Kinder und Jugendliche mehr als ein Ort der Qualifikation und Ausbildung – neben Familie und Peers ist sie ihr zentraler Lebensort: Denn gerade in Zeiten der Ganztagsbildung verbringen Jugendliche und Kinder hier den Großteil ihres Tages.
Durch die Sicht auf Schule als Lebensort wird auch die Frage nach der Schulqualität neu gestellt: Schule ist ein Ort vielfältiger sozialer und kultureller Praktiken, an denen alle in der Schule lernenden und arbeitenden Menschen beteiligt sind. Immer mehr Schulen beziehen daher zunehmend Möglichkeiten ästhetisch-kultureller Praxis ein, um ihre Schulkultur durch neue Handlungs- und Lernräume bewusst zu gestalten. Als Schulen mit kulturellem Profil verankern sie ästhetisch-kulturelle Praxis in allen Bereichen des Schullebens und nutzen Fragen der kulturellen Bildung für ihre Qualitätsentwicklung.

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