Tag Archives: Intermedia

Gastvortrag von Markus Hoffmann: Das Unterrichtsthema »Internetpropaganda« aus Sicht männlicher Schüler

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Im Vortrag wird in einem ersten Baustein zunächst dargestellt, warum seit einigen Jahren eine werte- und körperbezogene Retraditionalisierung bei männlichen Jugendlichen besonders aus prekären Milieus zu verzeichnen ist und welche Bedeutung diese Retraditionalisierung innehat. Danach kann plausibilisiert werden, dass sich Internetpropaganda als grundsätzlich anschlussfähig an die Lebenssituation männlicher Jugendlicher aus prekären Milieus erweist. In einem zweiten Baustein wird erläutert, welche grundsätzlichen sozialisatorischen Aufforderungen Unterricht aus Sicht eines Schülers beinhalten. Diese beiden Bausteine werden schließlich miteinander verknüpft, um so Internetpropaganda als Unterrichtsthema peertheoretisch einzuordnen. Als entscheidende Momente für das Unterrichtsthema kommen so besonders der Themenbeginn, die Ansprache und kommunizierte Intention der Lehrer*in sowie die Bedeutung des Peer-Learning in den Blick.

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Gastvortrag von Jane Müller: Aufwachsen mit Medien. Qualitative Perspektiven auf mediatisierte Sozialisationsprozesse

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 21.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Indem Menschen auf eine gewandelte Medienlandschaft reagieren, ändert sich ihr Handeln, ihr Alltag und darüber die Gesellschaft als Ganzes. Dieser Prozess macht auch vor der Sozialisation nicht halt. Wurde die Rolle der Medien im Prozess des Aufwachsens zunächst eher am Rande mitgedacht und später als Mediensozialisation verhandelt, bei der Medien die Position eines Sozialisationsagenten zugedacht wurde, so steht heute die Annahme im Raum, dass Mediatisierungsprozesse den Rahmen, die Akteure und die Prozesse des Aufwachsens verändern. Diese Veränderungen adäquat zu erfassen, stellt vielfältige Anforderungen an die empirische Sozialforschung.

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Gastkünstlervortrag von Michael Jäger: “Wenn man nix sieht schaut man länger hin”

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 09.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Köln 

Von Rändern und Präsenz oder ein Klumpen Gold
Übereinander und Sichtbar. Das Schweigen der Bilder ertragen. Abbild sein. Spiegel. Die Nuanciertheit der Farben. Etwas vor Augen führen. Bisher nicht so erschienen. Bild sein. Aus dem Vorherigen. Blau. Dem Auge trauen. Leidenschaft entdecken, verwerfen, zulassen und folgen. Bilder als Bühne. Die Farben der Akteure. Orange. Material der Farbe, die Far- be formen. Die Form, das Wie der Materie, das Was der Materie, der Form. Substanz und Idee verknüpfen. Summe plus Rest. Kraft und Gehalt. Das Gedächtnis an Orte, an Klang,
an Schmecken, an Höhen und Täler. Violett. Das Staunen, der Mehrwert der Erfahrung aus dem Sehen. Wann aus einem Stück Holz ein Stuhl wird. Bewusst. Schwarz. Verantwortung übernehmen. Rot. Die Idee der Werke. Subjektivität. Die Bilder als Speicher, der Orte und Erinnerungen. Weiss. Utopie und Pathos. Grün. Möglichkeit und der Ort dazwischen, die Malerei. Objektivität. Hinsehen, weggehen, teilnehmen, loslassen, erfinden, erweitern. Unbewusst. Zum Punkt der Gewissheit kommen. Wiederholen. Das Aufrichten des Bildes. Gelb. Ein Gegenüber sehen. Präsenz. Was passiert da? Am Ende doch ein Klumpen Gold!
Michael Jäger, April 2019

Michael Jäger
1956 geboren in Düsseldorf
seit 2019 Professur für Bildnerische Grundlagen/Malerei
Kunsthochschule Burg Giebichenstein/Halle

Bild: „Whizz Bang“, Ausstellungsansicht Museum Witten, 2017


Save the Date: Tagung »Mikroformate. Mediale Kleinstformate zwischen (Re-)Produktion und Wahrnehmung« vom 27-29.6.19 an der Universität zu Köln

Die Tagung beschäftigt sich mit ästhetischen Formen der Verkürzung und Verdichtung, wie sie sich in den aktuellen Rezeptionspraktiken der Medienkultur (aber nicht nur da) beobachten lassen. Die kurze Form, wie sie beispielsweise schon Roland Barthes im Medium der Schrift reflektierte, ist in den vergangenen Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaften extensiv für andere mediale Formate diskutiert worden. Wir wollen an diesen Diskurs anknüpfen und dabei gleichsam den Fokus verschieben, indem wir neben kurzen Mikroformaten vor allem auch die ästhetischen „Mikropraktiken“ der Rezipient*innen in den Blick nehmen. Continue reading

Gastvortrag von Holger Schramm: Musik in der deutschen Fernsehwerbung

Ringvorlesung Master Intermedia Di, 07.05.2019 | 18:00 Uhr Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln Musik ist zu einem nicht mehr wegzudenkenden Element von Werbung in audiovisuellen Medien geworden. Welchen Stellenwert hat sie aktuell in der deutschen Fernsehwerbung? Welche Funktionen erfüllt Musik für die TV-Werbung und welche Formen nimmt sie an? Wie wirkt sie und welche Rolle spielt dabei der sogenannte ‘Musical Fit’, also die Passung zwischen Werbespot und Musik? Diese Fragen werden im Vortrag beantwortet. Continue reading

Gastkünstlervortrag von Jan Kolata: »Ernste Spiele« – im Atelier des Malers

Do, 11.04.2019 | 18 Uhr
Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Universität zu Köln

DIE KÜNSTLER SIND ANWESEND
Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Wenn ich male, liegen die Bildflächen auf dem Boden. Auf die Leinwand geschüttete, dicht pigmentierte Malfarbe und deren Manipulation mit unterschiedlichen, meist aus dem Baumarkt stammenden Geräten (Putzrakel, Fensterwischer, Mikrofasertücher, Flächenstreicher) bilden das Amalgam, aus dem allmählich das Bild erfunden und geformt wird. Nicht die vorgefasste Idee, sondern das bedenkende Handeln mit dem Material führt – wenn es gelingt – in einem vielschichtigen Prozess zum Bild. Den Kairos, den glücklichen Moment, zu erkennen und zu ergreifen, wenn zwischen gewolltem Akt und Zufall sich blitzartig das Bild zeigt – das ist die Aufgabe. (Jan Kolata)

Jan Kolata
1949 geboren in Immenstadt / Allgäu
1970 bis 1977 Kunstakademie Düsseldorf
1975 Meisterschüler von Erich Reusch
2006 bis 2016 Professur für Malerei an der TU Dortmund

Publikationspräsentation: Ziel Knutschen Europa

Mi, 03.04.2019
19.30 Uhr
Labor für Kunst und Forschung
City Passagen, 1. Etage, Dürener Str. 89

Herzliche Einladung zur Präsentation der “Ziel Knutschen Europa”- Publikation.

Die Publikation entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung und Exkursion bei Karina Nimmerfall und Sandra Schäfer zum steirischen herbst ’18 im Wintersemester 2018/19.

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Gastvortrag von Mareike Bernien: Performing the Image

Do, 04.04.2019
18 Uhr
Labor für Kunst und Forschung
City Passagen, 1. Etage, Dürener Str. 89

“To trace a history of tactile looking offers a strategy that can be called upon when our optical resources fail to see.” Laura Marks

Bilder entstehen aus einem Gefüge von Akteur*innen, Technologien, Materialitäten, Blicken und Begehren. Das Visuelle orientiert und per-formiert unsere Körper und Wahrnehmungsweisen, hat Teil an sozialen Ordnungen und deren Überschreitungen. Wir lesen und berühren Bilder, wir sliden, scratchen, scrollen, gehen affektive und identifikatorische Bündnisse mit ihnen ein. Was würde es heißen, Herstellungs- und Wirkungsweisen von Bildern selbst performativ zu untersuchen?
Wie lassen sich die unsichtbar gemachten Formen der Arbeit, ideologischen Einschreibungen und Materialitäten, die unseren visuellen Regimen zugrunde liegen, wieder körperlich ins Bild setzen? Wie können Bildräume erzeugt werden, in denen das Visuelle taktil, der Ton visuell oder eine Beobachtung zum denkenden Handeln werden kann? Räume, in denen Sehen nicht nur als ein Akt des Sehens, sondern auch als ein körperliches Intervenieren und Verschieben bestehender Bildpraxen verstanden wird?

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Neue Mitarbeiterin am Institut: Kristina Buch

Wir freuen uns im Sommersemester 2019 Kristina Buch als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst und Kunsttheorie willkommen zu heissen.

Neben einem Abschluss des Studiums der Biologie (BSc Imperial College London, MSc Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) absolvierte Kristina Buch ein Kunststudium am Royal College of Art, London und wurde 2013 Meisterschülerin von Rosemarie Trockel an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie war 2012 die jüngste Teilnehmerin auf der dOCUMENTA (13) und hat ihre Arbeiten u. a. in der Bundeskunsthalle Bonn (2018), MALBA / Buenos Aires (2017), 14th Istanbul Biennial (2015), Kunsthalle Basel (2015), Index The Swedish Contemporary Art Foundation (2014), Emily Harvey Foundation NYC (2013), Manifesta9 (2012), German Embassy London (2010), Lothringer 13 Städtische Kunsthalle München (2010) gezeigt. Ihre Arbeiten sind Teil der Sammlungen wie Pinakothek der Moderne München, Museum Kunstpalast Düsseldorf und Borusan Contemporary Art Collection Istanbul.

Sie unterrichtete als Tutor an Imperial College London (2007–2011) an der Goethe Universität in Frankfurt/Main im Rahmen einer Assistenz Professur unter Carolyn Christov-Bakargiev (2013–15), als Dozentin und erste Trägerin des Next Society Professorships(Schering Stiftung) an der HGK Basel (2015–16) neben zahlreichen weiteren Vorträgen u.a. am ISCP in NYC, Max-Planck-Institut Köln, HKW Berlin, 60 Jahre Documenta Symposium, UdK Berlin, SAIC Chicago.

Sie wurde mit nationalen und internationalen Preisen und Stipendien für ihre Arbeit ausgezeichnet.

http://www.kristinabuch.net

Noch freie Plätze: Wie andere Augen anders sehen (Dozentin: Kristina Buch)

Das Seminar soll Analyse und Produktionswerkstatt zugleich sein. Wir werden eine Auswahl der zahllosen Augentypen, die sich in der Natur wiederfinden, studieren und diskutieren und diese vor dem Hintergrund ihrer jeweils ganz spezifischen Wahrnehmungsparameter reflektieren. John Berger’s “Sehen. Das Bild der Welt in der Bilderwelt” und Jacques Derridas “Das Tier, das ich also bin” werden genauso mit einbezogen, wie Exkursionen, auf denen wir uns auf das Sehen und den Blick der Anderen einlassen können.

Es werden gemeinsam praktische Übungen zum Thema entworfen und durchgeführt. Jeder Teilnehmende wird im Laufe des Semesters eine künstlerische Arbeit produzieren, die in der Gruppe diskutiert und präsentiert wird.

Beginn 24.04.2019 (zweiwöchig), 14:00 – 17:30

Raum: Labor für Kunst und Forschung, Dürener Str. 89, City Passagen.

Interessierte Studierende sind herzlich eingeladen, sich anzumelden und zur ersten Sitzung zu erscheinen!