Monthly Archives: July 2019

FIELD SCHOOL: BERLIN Critical Spatial Investigations into Urban Space

In Kooperation mit Parson, The New School, School for Art and Technology, New York im Rahmen von Cologne Summer / Winter Schools.

Die “Field School: Berlin” thematisiert das heterogene Erleben und Erfahren unseres alltäglichen städtischen Lebensumfeldes und ihren sozio-politischen Bedingungen im posturbanen Raum. Untersucht werden spezifische Momente und Logiken des globalen urbanen Wandels und der Hybridisierung, wie sie in Stadt, Architektur, Nachbarschaften und Alltag in Zusammenspiel mit neuen Technologien zum Ausdruck kommen. Wie werden urbane Transformationsprozesse durch Architektur und gebauten Raum sichtbar, vermittelt und repräsentiert? Wie lassen sich sozio-politische Veränderungen und Raumproduktionen erforschen, darstellen und im Feld der Kunst verhandeln? Welche mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen der digitalen Technologien auf unsere gebaute Lebenswelt sind zu verzeichnen? Wie verändern sich unsere sozialen und urbanen Gefüge?

Ausgehend von diesen Fragen widmet sich die “Field School: Berlin” der Erforschung und Neuverhandlung des urbanen Raums mittels künstlerischer Praktiken als methodisches Werkzeug und verortete Praxis im Kontext der Stadt. Dazu widmen wir uns Theorien des urbanen Alltags, den Konzepten von Raumproduktion, (medialen) Bildpolitiken und Öffentlichkeiten. Durch Strategien wie etwa der Beobachtung, der Psychogeographie und experimentellen Kartografie, des dérive, oder der Critical Spatial Practise, erforschen, analysieren und visualisieren wir die Heterogenität des urbanen Raums, wie sich urbane Bewegungen und öffentliche Räume verändert haben und mögliche Widerständigkeiten innerhalb der Routinen unseres urbanen Alltags.

Die “Field School: Berlin” wird als Kooperation des Labor für Kunst und Forschung, Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln mit dem Observational Practices Lab von Parson, The New School, School for Art and Technology, New York durchgeführt. Sie ist konzipiert als transdisziplinäres Kulturaustausch-Projekt, das Studierende aus unterschiedlichen Fächern aus Köln und New York zusammenbringt. Berlin mit seiner vielschichtigen sozio-politischen Geschichte und ihrer sehr sichtbaren Auswirkung auf die Topografie der Stadt, in Verknüpfung mit der aktuellen Bedeutung und Attraktivität für die internationale Kunst- und Kulturszene, bietet dabei einen einzigartigen Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzungen.

Die Reise- und Unterkunftskosten werden vom International Office bezuschusst.
Informationen zu Termin und Anmeldung siehe Klips.

OPEN CALL Forschungskolleg ⎢ Bewerbungsfrist: 30. August 2019

Liebe Studierende am Institut für Kunst & Kunsttheorie, 
euch spukt schon lange ein Projektvorhaben im Kopf herum, aber es fällt euch im Alltag schwer hierfür bewusste Zeitfenster zu setzen? Das Forschungskolleg bietet einen gemeinsamen Lern- und Arbeitsraum für Studierende, die gezielt einem eigenen Forschungsvorhaben – ob wissenschaftlich oder künstlerisch forschend – nachgehen möchten. In einer kleinen Gruppe von Kommiliton*innen, begleitet von Jane Eschment als Dozentin, entsteht ein Raum, in dem wir konzentriert arbeiten, diskutieren, Zweifel und Literaturtipps teilen, potentielle Gesprächspartner*innen für das eigene Projekt vermitteln, Brötchen schmieren und zwischendrin die Schultern lockern.

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Rundgang 19

Am Donnerstag, 4. Juli 2019 um 18 Uhr eröffnen wir mit dem Rundgang 19 unsere Werkschau zum Ende des Sommersemesters. Zu sehen sind künstlerische Arbeiten, von Malerei, Grafik, Bildhauerei, Foto und Film bis zu Installationen und Performances, die Studierende der drei Studiengänge Kunst, Intermedia und Ästhetische Erziehung im Rahmen von Seminaren, Prüfungen, Bachelor- und Masterarbeiten entwickelt haben.

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Spaces and Militancy. Situated Visual and Spatial Politics. Eine künstlerische Forschung von Sandra Schäfer

Meine künstlerische Forschung beschäftigt sich mit Filmen und Räumen, die in das Verhältnis von Macht, Gewalt und Befreiung eingreifen. Ich untersuche filmische Methoden des Militanten Kinos der Dekolonialisierungs- und Befreiungskämpfe. Hierzu gehören auch mediale Produktionen während der Radikalisierung der Student*innenbewegung in Westdeutschland sowie die Analyse zeitgenössischer Filme. Ausgehend von diesen Beispielen entwickele ich eine Methodik des Militanten Bildes. In meiner eigenen filmkünstlerischen Arbeit stehen zwei „Projekte“ der Hisbollah in Libanon im Zentrum: das Museum des Widerstands in Süd-Libanon und der Wiederaufbau des Stadtteils Haret Hreik nach der Bombardierung durch das Israelische Militär im Jahr 2006. Wie setzt die Hisbollah Raum und Architektur ein, um Machtverhältnisse zu verschieben? Wie zeigen sich Machtverhältnisse in Architektur und nehmen Einfluss auf Erinnerung und Identität? Durch meine Arbeit als Bildproduzent*in in den Territorien der Hisbollah nehme ich sowohl die Methoden der Hisbollah, als auch meine eigenen Methoden zum Gegenstand der Forschung. Zwei Videoinstallationen sind hierbei entstanden: die Zweikanal-Installation Mleeta und die Vierkanal-Installation Constructed Futures: Haret Hreik. Sie wurden unter anderem auf der 66. und 67. Berlinale in der Sektion Forum Expanded gezeigt. 

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Gastvortrag von Magdalena von Rudy: Kunstlabore. Artist-in-Residence-Ateliers an Schulen in NRW

Saloon Arts Education

Mi, 10.07.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | THEATER | Raum 2.212
Gronewaldstraße 2 | Köln

Künstlerische Herangehensweisen und Schule: Sind diese zwei Systeme überhaupt vereinbar? In dem Projekt „Kunstlabore: Bildende Kunst“ wurden Gelingensbedingungen künstlerischer Arbeit mit und an Schulen untersucht. In dem Artist-in-Residence-Projekt arbeiteten Künstler*innen über einen längeren Zeitraum an der Schule in einem eigenen Atelier, das regelmäßig für alle Schüler*innen und Lehrer*innen geöffnet war. Die künstlerischen Expertisen, Strategien und Herangehensweisen flossen in die Arbeit an der Schule ein und bestimmten die Rolle der Künstler*innen. Über die praktische Auseinandersetzung mit Kunst entstanden in den Kunstlaboren Materialien für qualitätsvolle, kulturelle und künstlerische Bildungsangebote.

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