Monthly Archives: May 2019

Gastkünstlervortrag von Christine Reifenberger: Feuer Wasser Erde Luft – Chronologie einer künstlerischen Entwicklung

Zeitgenössische Positionen künstlerischer Praxis und Theorie

Do, 06.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block C | Studio R 0.319
Gronewaldstraße 2 | Köln

Über die langjährige Beobachtung von Naturphänomenen ist in die Bildsprache von Christine Reifenberger eine intensive Beschäftigung mit dem Zyklischen, dem Wachstum und der Auflösung eingegangen.
Das Flüchtig-Bewegte, das sich in einem Moment der höchsten Konzentration zum Bild verdichtet, reflektiert die in der Malerei von Christine Reifenberger dominierenden Aspekte von Licht, Geste, Raum und Materialität. Die Malerin „bewegt“ das Papier zusammen mit der Farbe aus dem Moment heraus. Dies geschieht in einem Akt der Form und Farbsetzung. Papierarbeiten werden im malerischen Prozess durch Wölbungen, Drehungen und Faltungen zu Fragmenten und plastischen Gebilden. Zerstörung und Auflösung des Papiers wird dabei zum bildnerischen Element. Malerei ist so Form gewordenes fluides Material, Momentaufnahme eines Zwischen-zustandes, scheinbar jederzeit bereit, sich zu bewegen, sich aufzulösen oder zu transformieren.

Der Malprozess wird zum Pendelschlag zwischen Minimalismus – das scheinbare
„Nichtstun“ oder „Entstehen lassen“ mit flüssigen Farbschüttungen- und
dem Zulassen von verspielt wuchernden Formen, die mit dem Geist und der
Energie des Barock und Rokoko spielen. Materialimitationen und Irritationen
spielen hierbei eine wichtige Rolle. Seit geraumer Zeit hat Reifenberger dafür
Kupfer, Aluminium, Phosphor, Schwefel und Neonpigmente in ihre Arbeitsprozesse
eingebunden. Papier wird so zu Metall, Stein, Erde, Luft, Wolke, zu
einer volatilen Stofflichkeit.

Christine Reifenberger
1985 – 88 Staatsoper München, Theatermalerlehre
1989 – 97 Studium an den Kunstakademien München
und Düsseldorf
seit 1992 lebt und arbeitet in Köln
Ausstellungen im In- und Ausland

2019 in Köln und im Rheinland noch zu sehen:
ab 25. Aug: FARBE – PAPIER – MALEREI, Verein für aktuelle Kunst,
Oberhausen (group)
ab Okt: Kabinettausstellung – Schenkung von Wolfgang Hanck,
Museum Kunstpalast, Düsseldorf (group)
ab Dez: MATjÖ, Raum für Kunst, Köln (solo)

CLAIMING COMMON SPACES

In Alltag, Politik und Kunst ist das Digitale so allgegenwärtig wie unsichtbar. Staatliche Kontrolle, die Monopole der großen Plattformen und das Versprechen der Partizipation – das digitale Leben ist umstritten und umkämpft wie lange nicht. Vor dem Hintergrund dieser Ambivalenz lädt CLAIMING COMMON SPACES II ein, die Möglichkeiten zur Aneignung digitaler Praktiken zu erkunden und die Zukunft gemeinschaftlicher Räume zu entwerfen. Wie lässt sich das Digitale als gemeinsames Wirkungsfeld für künstlerische Arbeit und ihre Kontexte gestalten und beanspruchen? Workshops, Vorträge, Diskussionen und Performances beleuchten die Interaktion von menschlichen und technischen Körpern, die algorithmische Verwertung von Datenspuren in der Stadt, die Zukunft öffentlicher Infrastrukturen und Institutionen. Wo liegen die Chancen, unseren digitalen Alltag mitzugestalten?

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DIE DOKUMENTATION: PATRIARCHY IS OVER. TIME TO PERFORM.

Erinnert ihr euch? Genau vor einem Jahr versammelten sich im Rahmen einer intensiven einwöchigen Springschool am Institut für Kunst & Kunsttheorie über 60 Student*innen und Künstler*innen, um aus feministischer Perspektive normative Konzepte von Geschlecht und Identität mittels performativer Strategien in Frage zu stellen.Den filmisch-dokumentarischen Zusammenschnitt über die Ergebnisse der Springschool gibt es mittlerweile zu sehen:

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Gastvortrag von Markus Hoffmann: Das Unterrichtsthema »Internetpropaganda« aus Sicht männlicher Schüler

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 04.06.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Im Vortrag wird in einem ersten Baustein zunächst dargestellt, warum seit einigen Jahren eine werte- und körperbezogene Retraditionalisierung bei männlichen Jugendlichen besonders aus prekären Milieus zu verzeichnen ist und welche Bedeutung diese Retraditionalisierung innehat. Danach kann plausibilisiert werden, dass sich Internetpropaganda als grundsätzlich anschlussfähig an die Lebenssituation männlicher Jugendlicher aus prekären Milieus erweist. In einem zweiten Baustein wird erläutert, welche grundsätzlichen sozialisatorischen Aufforderungen Unterricht aus Sicht eines Schülers beinhalten. Diese beiden Bausteine werden schließlich miteinander verknüpft, um so Internetpropaganda als Unterrichtsthema peertheoretisch einzuordnen. Als entscheidende Momente für das Unterrichtsthema kommen so besonders der Themenbeginn, die Ansprache und kommunizierte Intention der Lehrer*in sowie die Bedeutung des Peer-Learning in den Blick.

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Info Bite: Tutorium Portfolio- und Web-Tools

Wollt ihr eure Portfolio-Arbeit verbessern oder euch vorab wertvolle Tipps zu Ablauf und Umsetzung abholen? Dann ist das Tutorium zu Portfolio und Web-Tools am 7.-8. Juni 2019 im LAB das Richtige für euch. Johanna Holder und Anna Bassiner führen in die Portfolio-Arbeit ein und stellen wichtige Anwendungen und Werkzeuge vor. Infos zur fortlaufenden Anmeldung auf Klips findet ihr unter: http://kunst.uni-koeln.de/tutorien/

Ausschreibung Assistenz Grimme-Forschungskolleg Uni Köln

Vorbehaltlich der Wiederwahl des wissenschaftlichen Direktors des Grimme-Forschungskollegs ist in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie zum 15.10.2019 eine Stelle einer/s

Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in als Assistenz des wissenschaftlichen Direktors des Grimme-Forschungskollegs an der Universität zu Köln

mit der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer/eines Vollbeschäftigten (19,92 h/Woche) zu besetzen. Die Stelle ist befristet auf drei Jahre. Die Vergütung richtet sich bei Vorliegen der tarifrechtlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TV-L.

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Ideenpool Praxissemester. Ehemalige Praxissemester-Studierende stellen ihre Studienprojekte vor

Networking Beyond & Saloon Arts Education
Mi, 22.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

An diesem Abend wollen wir spannende Forschungsansätze aus dem Praxissemester würdigen und einem breiteren Publikum vorstellen. Masterstudent*innen aus den Bereichen Kunst und Ästhetische Erziehung geben im Pecha Kucha Format Einblicke in ihre Studienprojekte aus dem Praxissemester. Im anschließenden Gespräch diskutieren wir Potentiale, Risiken und Nebenwirkungen des Praxissemesters in den ästhetischen Fächern.

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Einladung zur öffentlichen Generalprobe HUMARITHM

Di, 21.05.2019 | 16.00 Uhr
NRW-Forum Düsseldorf
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf

HUMARITHM erzählt die Geschichte einer Künstlichen Intelligenz, die zu Bewusstsein gelangt – und die in der Folge alles haben möchte: Gefühle. Wissen. Körper. Würde. Macht. Als selbst-lernende “Mensch-Maschine” ist sie darauf angewiesen, dass die Teilnehmenden sie mit so genannten “Trainingsdaten” füttern; erst dann kann HUMA zu echter Perfektion gelangen. Doch was, wenn sie so schlau wird, dass sie selbst den klügsten Meister austricksen kann? HUMARITHM ist eine immersive Theater-Performance zum 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes.
Wie verantwortlich gehen wir mit den technologischen Errungenschaften um, die wir im Turbotempo erfinden? Und was geschieht mit unserer Würde, wenn wir anderen “Wesen” gestatten, über uns zu verfügen?
HUMARITHM erzählt die Menschen im Spiegel der Maschine – und lädt alle Teilnehmenden dazu ein, an dieser Erzählung mitzuwirken.

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L.Fritz-Gruber-Photowettbewerb 2018/19: Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung »Netzwerk(e)«

Mi, 29.05.2019 | 17:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Dauer der Ausstellung: 29.05.-30.06.2019

  1. Preis: Markus Schmid
  2. Preis: Gregor Kaluza
  3. Preis: Tabea Kirchner

Ehrenpreis: Benedict Fernandez

Felicia Aparicio, Benedict Fernandez, Ole Freier, Ruth Gilberger, Zoë Haupts, Rut Himmelsbach, Leonie John, Gregor Kaluza, Tabea Kirchner, Sylva Koch-Muecke, Wolfgang Lüttgens, Elisabeth Nachtigal, Lara Schäffer, Markus Schmid, Catherin Schöberl, Benedikt Senden, Jakob Sponholz, Volker Tobian, Jürgen Wassmuth, Eberhard Weible, Eva-Maria Horstick & Sönke C. Weiss

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Gastvortrag von Jane Müller: Aufwachsen mit Medien. Qualitative Perspektiven auf mediatisierte Sozialisationsprozesse

Ringvorlesung Master Intermedia
Di, 21.05.2019 | 18:00 Uhr
Institut für Kunst & Kunsttheorie | Block B | THEATER
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

 

Indem Menschen auf eine gewandelte Medienlandschaft reagieren, ändert sich ihr Handeln, ihr Alltag und darüber die Gesellschaft als Ganzes. Dieser Prozess macht auch vor der Sozialisation nicht halt. Wurde die Rolle der Medien im Prozess des Aufwachsens zunächst eher am Rande mitgedacht und später als Mediensozialisation verhandelt, bei der Medien die Position eines Sozialisationsagenten zugedacht wurde, so steht heute die Annahme im Raum, dass Mediatisierungsprozesse den Rahmen, die Akteure und die Prozesse des Aufwachsens verändern. Diese Veränderungen adäquat zu erfassen, stellt vielfältige Anforderungen an die empirische Sozialforschung.

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